Laufrichtung Michelin Pilot Active

Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 06.09.2019, 11:33

Flyingbrick » 06.09.2019, 11:23 hat geschrieben:Ich schreibe es einfach mal ganz kurz: ich komme direkt
von der DEKRA und bin nicht mitten in der Prüfung zum Reifendienst gefahren, nur weil ich so ein diffuses Bauchgefühl hatte.

Klar wäre hier besser als kurz. ;)

Inzwischen habe ich die Mängelliste incl. Kategorisierung gefunden:
https://www.iam-net.eu/cms/images/IAM-N ... 3_2017.pdf

Hier sind alle Mängel nach Kategorie sortiert. "Laufrichtung" kommt nicht vor. Die Reifenmängel bin ich jetzt zweimal durchgegangen, nirgendwo sehe ich einen Mängelcode, der die Laufrichtung abdeckt. Vielleicht findet ja jemand von euch etwas, was ich übersehe?

@Hondaslider: Könntest du bitte mal bei Gelegenheit im Prüfbericht nachsehen, welchen Mängelcode/Nummer dein erheblicher Mangel war? Danke!
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Hondaslider » 06.09.2019, 12:36

Hondaslider hat geschrieben:Könntest du bitte mal bei Gelegenheit im Prüfbericht nachsehen, welchen Mängelcode/Nummer dein erheblicher Mangel war? Danke!

würde ich gerne machen. Aber mein Mechaniker hat mich damals nur kurz angerufen und gesagt dass er mir mit dem falsch montierten Reifen kein TÜV bekommt. Mein Mechaniker hat dann, während der Prüfer noch an meinem Auto zugange war, den Reifen ummontiert dann war es ok. D.h. im offiziellen Bericht steht " ohne Mängel ".
So läuft das halt bei kleinen Ländlichen Werkstätten.... ;)
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Flyingbrick » 06.09.2019, 12:44

So läuft das auch bei der DEKRA ;)

Was klar und kurz angeht: ein Bereifungsmangel lässt eine Verkehrsgefährdung erwarten und wurde jetzt von mehreren Leuten in letzter Zeit als erheblicher Mangel bestätigt.
Mir persönlich genügt das als Info, wer da ein amtliches Dokument haben möchte, dem steht Google zur Verfügung, ich suche das jetzt nicht raus...
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 06.09.2019, 16:14

@Hondaslider: Ich erkenne einen Unterschied, ob man durchfällt oder ob ein Mechaniker meint, man würde durchfallen, wenn etwas nicht geschehe. Der ist relevant.

Entschuldigt beide, Hondaslider und Flyingbrick, aber mir reicht das Gefühl, man könnte durch die Hauptuntersuchung fallen, nicht aus, um der Behauptung, dies sei ein erheblicher Mangel, einfach zu glauben.
Mir reicht auch nicht aus, was ein Mechaniker meint oder was jemand mal wo gehört hat.

Ich bin deshalb, obwohl verkehrte Laufrichtung erkannt, jedenfalls durch die HU gekommen.
Aber auch das reicht mir nicht, den umgekehrten Fall zu glauben - vielleicht hatte sich ja mein Prüfer verguckt oder hat sich falsch informiert.

Ich würde zumindest erwarten, dass jemand einen Prüfbericht aufzeigen kann, wo dieser Tatbestand als Mangel vermerkt ist samt Mängelnummer.
Es sollte schon schwarz auf weiß sein, wenn man sein Urteil selbstsicher fällt.

Deshalb habe ich oben das "Verkehrsblatt" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gesucht, gefunden und verlinkt, K4431A, 2017 Heft 23, wo auf 37 Seiten die unterschiedlichen Mängel samt der Mängelbewertung aufgeführt werden.

Warum ist dort der Mangel der falsch aufgezogenen Reifen nicht vermerkt, jedenfalls kann ich dies nicht erkennen? Stellt ihr euch die Frage nicht?

Also ich bitte jedenfalls um Versachlichung, das bekommen wir doch gemeinsam geklärt und zwar so, dass alle das Ergebnis akzeptieren können.

Posting automatisch zusammengeführt: 06.09.2019, 15:10

Eine Anfrage an den Tüv ist raus - bei Antwort melde ich mich dazu. Ich habe auch die Mängelnummer angefragt.

Posting automatisch zusammengeführt: 06.09.2019, 16:14

Tüv Süd kann mir angeblich nicht helfen, da ich nicht in deren Geschäftsgebiet wohne... :roll:
Naja, mal sehen, was Tüv Rheinland sagt...
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon tahelia » 07.09.2019, 03:59

Presi » 06.09.2019, 16:14 hat geschrieben:@Hondaslider: Ich erkenne einen Unterschied, ob man durchfällt oder ob ein Mechaniker meint, man würde durchfallen, wenn etwas nicht geschehe. Der ist relevant.

Entschuldigt beide, Hondaslider und Flyingbrick, aber mir reicht das Gefühl, man könnte durch die Hauptuntersuchung fallen, nicht aus, um der Behauptung, dies sei ein erheblicher Mangel, einfach zu glauben.
Mir reicht auch nicht aus, was ein Mechaniker meint oder was jemand mal wo gehört hat.

Ich bin deshalb, obwohl verkehrte Laufrichtung erkannt, jedenfalls durch die HU gekommen.
Aber auch das reicht mir nicht, den umgekehrten Fall zu glauben - vielleicht hatte sich ja mein Prüfer verguckt oder hat sich falsch informiert.

Ich würde zumindest erwarten, dass jemand einen Prüfbericht aufzeigen kann, wo dieser Tatbestand als Mangel vermerkt ist samt Mängelnummer.
Es sollte schon schwarz auf weiß sein, wenn man sein Urteil selbstsicher fällt.

Deshalb habe ich oben das "Verkehrsblatt" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gesucht, gefunden und verlinkt, K4431A, 2017 Heft 23, wo auf 37 Seiten die unterschiedlichen Mängel samt der Mängelbewertung aufgeführt werden.

Warum ist dort der Mangel der falsch aufgezogenen Reifen nicht vermerkt, jedenfalls kann ich dies nicht erkennen? Stellt ihr euch die Frage nicht?

Also ich bitte jedenfalls um Versachlichung, das bekommen wir doch gemeinsam geklärt und zwar so, dass alle das Ergebnis akzeptieren können.

Posting automatisch zusammengeführt: 06.09.2019, 15:10

Eine Anfrage an den Tüv ist raus - bei Antwort melde ich mich dazu. Ich habe auch die Mängelnummer angefragt.

Posting automatisch zusammengeführt: 06.09.2019, 16:14

Tüv Süd kann mir angeblich nicht helfen, da ich nicht in deren Geschäftsgebiet wohne... :roll:
Naja, mal sehen, was Tüv Rheinland sagt...


Was mir ein bisschen zu kurz kommt, und klar ist:
Die Designer der Reifen ritzen da ja nicht irgendwelche dem Auge zu gefallenden Muster in den Reifen, sondern machen lange Testreihen, um einmal das Walkverhalten in verschiedenen Bereichen zu egalisieren, und dann was vor allem, - dem Nassgrip zu helfen. Und magst du dir wirklich vorstellen, es mache keinen Unterschied ob breite Kerben bei 100 km/h von einem Punkt in der Mitte des Reifens zur Seite wegführen, um das Wasser beiseite zu schaffen, oder ob dieselben Kerben der Reifenmitte gezielt Wasser zutragen, damit das Fahrzeug besser aufschwimmt? ... Ich würde da, egal wo was steht, sofort handeln.
Zuletzt geändert von tahelia am 07.09.2019, 03:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 07.09.2019, 06:30

tahelia hat geschrieben:Was mir ein bisschen zu kurz kommt, und klar ist:
Die Designer der Reifen ritzen da ja nicht irgendwelche dem Auge zu gefallenden Muster in den Reifen, sondern machen lange Testreihen, um einmal das Walkverhalten in verschiedenen Bereichen zu egalisieren, und dann was vor allem, - dem Nassgrip zu helfen. Und magst du dir wirklich vorstellen, es mache keinen Unterschied ob breite Kerben bei 100 km/h von einem Punkt in der Mitte des Reifens zur Seite wegführen, um das Wasser beiseite zu schaffen, oder ob dieselben Kerben der Reifenmitte gezielt Wasser zutragen, damit das Fahrzeug besser aufschwimmt? ... Ich würde da, egal wo was steht, sofort handeln.


Ich denke, es ist klar, dass es mir darum geht, die Behauptung, das sei ein erheblicher Mangel bei der HU, zu verifizieren bzw. zu falsifizieren.

Mein aktueller Stand ist nach bisheriger Recherche, dass die angegebene Laufrichtung nur Empfehlungscharakter hat und keinen Mangel bei der HU darstellt und würde mich freuen, wenn sich auch andere bemühten, dies zu bestätigen oder gern auch zu widerlegen, um gemeinsam eine Lösung dieser Frage zu finden.

Unabhängig davon kann man das Fahren mit nicht nach Richtungsempfehlung aufgezogenem Pilot Activ Rear für gefährlich halten oder nicht.
Ich tue es nicht und habe das oben begründet.
Ich kann mir im Moment auch physikalisch nicht vorstellen, wie ein im Querschnitt gekrümmter Reifen Wasser nicht nach außen abdrängt, sondern zur Mitte zuträgt.
Und selbst wenn man die Profilrillen hier betrachtet: Guck dir den für Wasserverdrängung wichtigeren Vorderreifen an: Da wäre der Pilot Activ Front für deinen Wunsch offiziell verkehrt!
Oder nimm den Power RS: Kleine Schlitze, die beim Vorderreifen in Laufrichtung von außen nach innen zulaufen.
Wie ein richtiger Regenreifen aussieht, kann man bspw. im Motorradrennsport sehen.

Bei Motorrad-Serienreifen ist meine ganz persönliche Überzeugung, dass das Profil viele Aufgaben übernimmt: Wiedererkennungswert (Design im Sinne der Optik), Walkarbeit (dadurch Aufwärmzeit, siehe auch Lamellen), Aufnahme/Ableitung von Schmutz und Selbstreinigung, auch von Wasser, Abrollgeräusch, Längsrillenempfindlichkeit, Verschleiß (u.a.Sägezahn) und Komfort...
Nur auf Ableitung des Wassers nach außen hin scheinen mir die Profile nicht konzipiert.
Mir sind auch keine Aquaplaningtests mit unterschiedlichen Profilen bekannt, wie man das vom PKW kennt. Strömungsmechanisch sicher interessant, wie das Fluid sich unter und um den Latsch verhält.

Bei einem Auto sehe ich aber die Aquaplaninggefahr kritischer, wenn die Laufrichtung nicht stimmt - insbesondere bei richtig schönen Regenprofilen. Hier überrascht mich wirklich, dass es anscheinend gar kein Mangel bei der HU sein soll.
Presi
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon piko » 07.09.2019, 09:03

Bei Motorrad-Serienreifen ist meine ganz persönliche Überzeugung, dass das Profil viele Aufgaben übernimmt: Wiedererkennungswert (Design im Sinne der Optik), Walkarbeit (dadurch Aufwärmzeit, siehe auch Lamellen), Aufnahme/Ableitung von Schmutz und Selbstreinigung, auch von Wasser, Abrollgeräusch, Längsrillenempfindlichkeit, Verschleiß (u.a.Sägezahn) und Komfort. Nur auf Ableitung des Wassers nach außen hin scheinen mir die Profile nicht konzipiert.

Sehe ich genauso ... (Motorrad-)Vorderreifen bzw. deren Profilierungen werden nicht für das rollende Rad, sondern den "Extremfall" -Bremsvorgang- ausgelegt ... wo durch die vergrößerte Aufstandsfläche das Aquaplaningrisiko evtl. erst relevant wird(?) ... siehe die (auf den ersten Blick unlogisch erscheinende) von außen nach innen keilförmig zulaufende Profilierung in Rotationsrichtung ... z.B. BT45

Am Hinterrad isses genau andersrum, da steht logischerweise die (Antriebs-)Traktion im Vordergrund.

(morgähn-)grüße piko
Zuletzt geändert von piko am 07.09.2019, 09:03, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Hondaslider » 09.09.2019, 08:07

Presi hat geschrieben:Ich erkenne einen Unterschied, ob man durchfällt oder ob ein Mechaniker meint, man würde durchfallen, wenn etwas nicht geschehe. Der ist relevant.

Ich arbeite schon seit Jahrzenten mit dem Machaniker zusammen. Er sagte dass der Prüfer die Plakette wegen dem falsch montiertem Reifen die Plakette verweigert.
Auf der einen Seite verstehe ich dich schon dass du eine rechtliche Grundlage suchst und dich nicht von irgendwelchen Aussagen zu unötigen Ausgaben hinreisen lassen willst. ( will ich auch nicht )
Auf der anderen Seite hätte ich ein ungutes Gefühl mit einem verkehrt herum montiertem Reifen rumzufahren. Egal ob das jetzt ein Mangel ist oder nicht.

Gruß
Michael
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Stjopa » 09.09.2019, 10:20

Presi » 07.09.2019, 06:30 hat geschrieben:Bei einem Auto sehe ich aber die Aquaplaninggefahr kritischer, wenn die Laufrichtung nicht stimmt - insbesondere bei richtig schönen Regenprofilen. Hier überrascht mich wirklich, dass es anscheinend gar kein Mangel bei der HU sein soll.

Wie schon gesagt: Die meisten Autoreifen haben überhaupt keine ausgezeichnete Laufrichtung. Von daher bezweifle ich, dass bei denen, die eine haben, die Einhaltung dann so kritisch ist.
Stjopa
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 10.09.2019, 18:10

Es ist aber falsch, was in dem Link steht. Es muss nicht gewechselt werden.
Es ist nämlich nicht relevant, was irgendein Reifentyp oder Mechaniker sagt, sondern welche Regeln gelten.

Denn inzwischen habe ich immerhin Antwort von der Dekra. Dort habe ich gemeldet, dass ich mit verkehrtrum aufgezogenem Hinterreifen mit einem Krad zur HU möchte und wissen möchte, ob ich zwingend zuvor die Laufrichtung korrigieren lassen muss.

Dekra hat geschrieben:Guten Tag Herr Besserwisser (Name geändert)

Sie können Ihr Fahrzeug zur HU vorstellen - Reifen in entgegen der Laufrichtung - Ist ein geringer Mangel!

Das deckt sich mit meiner Erfahrung 06/1998.
Man findet diesen Mangel aber nicht in der oben verlinkten Mängelliste.
Mal sehen, ob sich der Tüv Rheinland noch meldet.

Jedenfalls wissen wir jetzt, dass keiner hätte tauschen brauchen, um die HU zu bestehen.
Dass es darüber hinaus besser wäre, richtig herum aufzuziehen, sehe ich aber genauso und würde das heute bei Bemerken auch umgehend tun lassen.
Gefährlich halte ich anderes jedoch nicht.
Zuletzt geändert von Presi am 10.09.2019, 18:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Free-sky » 10.09.2019, 22:23

Bin etwas überrascht, wie sorglos hier mit der Sicherheit umgegangen wird.

Ich bin mit ziemlich sicher, dass die Laufrichtung-Angabe eines Reifen Teil der Zulassung ist, und damit der Homologierung eines Fahrzeugs oder Bauteils.
Anfrage an die Reifen-Entwicklung ist raus, mal sehen,was da als Antwort kommt.

Meine ganz persönliche Meinung :
Die Laufrichtung hat einen Sinn, sonst wäre sie nicht angegeben oder vorgeschrieben.
Und darum halte ich mich daran.

Auf einer LP (ist schon lange her...) ist ja auch keine "Laufrichtung" angegeben, aber trotzdem spielt sie jeder in die gleiche Drehrichtung ab - nämlich in der vorgesehenen - im Uhrzeigersinn.
Und stellt das auch nicht in Frage.....
Free-sky
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Flyingbrick » 10.09.2019, 22:44

"Irgendein Reifentyp oder Mechaniker" hat das immerhin gelernt, Presi.
Und der amtlich anerkannte Sachverständige, immerhin ein Prüfingenieur mit Fachhochschulreife, ebenfalls.
Welche Qualifikation,abgesehen von einem geradezu grotesken Hang zum totlabern, weist Du auf, dass Du die Meinung der Fachleute infrage stellst?

Du erzählst hier vom Ablauf einer zwanzig Jahre zurückliegenden Prüfung aus Sicht eines damals sehr unerfahrenen Führerscheinneulings und wischt mit Bausch und Bogen alles beiseite mit dem untrügerischen Argument "glaube ich nicht".
Erzähle das "drüben" im Honda-Board mal Alrik, manfredK und mart!n -die freuen sich immer auf solche Beiträge.
Sorry, aber mit solchen Posts gehst Du einem wirklich auf den Keks.
Flyingbrick
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 11.09.2019, 01:55

Sorry, aber mit solchen Posts gehst Du einem wirklich auf den Keks.

Das mag sein. Tut mir Leid, wenn das nervt.

Wenn man aber eine solche Frage klären möchte - und ich finde die relevant, gerade nach unserer gegenteiligen Aussage auf Seite 1 - dann gehen bei mir aber Fakten vor Rücksichtnahme auf persönlichen Stolz.

Wir alle liegen manchmal nicht richtig - und hier hat auch niemand schuld daran. Aber wenn dem so ist, oder man mit einer anderen Aussage nicht glücklich ist, dann würde ich mir wünschen, dass man das entspannter und weniger nervig wie genervt klärt.

Was Ausbildungen von Experten angeht, ist bei immer wieder auftretenden Regeländerungen wie bei der HU hier der aktuelle Stand, also v.a. die Fortbildung wichtig.
Mich interessieren bei einer technischen Frage aber wohl auch weniger die Hierarchie oder das Alter eines Experten, sondern vielmehr die Fakten.
Ob man wegen x, y oder z durch die HU fällt oder nicht, sind doch ganz einfach zu klärende Fragen, die man nicht emotional aufladen muss.
Gerade weil es widersprüchliche Erfahrungen gab, war doch eine Klärung im Sinne aller!

Prüfingenieur ist aber interessant: Falls du einen Prüfingenieur kennst, der den gegen die Laufrichtungsempfehlung aufgezogenen Reifen mutmaßlich als erheblichen Mangel wertet, dann wäre die Frage nach der Fehlernummer (Fehlercode, es hätte sich eine Frage diesbezüglich ergeben) hilfreich. Weniger hilfreich finde ich die Variante des altbekannten "Licet Iovi non licet bovi".
Sowas nervt nämlich mich. Somit im offiziellen Genervtsein Unentschieden. :P
Zuletzt geändert von Presi am 11.09.2019, 01:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Supertyp » 11.09.2019, 08:34

Ich stimme Presi zu. Kontroverse Fragen sollten durch Fakten geklärt werden und nicht durch Autorität. Wenn man dafür Zeit hat, wie hier im Forum.
Zu den Fakten gehört auch ob der Prüfer zwingend an den Mängelkatalog halten muss, oder ob er in seiner Entscheidung Spielraum hat, oder sogar völlig frei entscheiden kann. Nur im ersten Fall könnte man das Prüfergebnis anfechten.
Supertyp
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon TW » 11.09.2019, 11:43

Hallo,

in erster Linie steht doch der Thread mit der Frage zur Laufrichtung eines Reifen, zur richtigen Montage.
Und die ist doch m.E. beantwortet worden.

Beim Thema Reifen (ob Avon, Bridgestone, Michelin, Metzeler, Pirelli....) reden wir uns die Köpfe heiß, führen alle subjektiven und objektiven Aspekte hierzu an. Eine Montage mit falscher Laufrichtung kann, wird nicht folgenlos bleiben (Grip, Nässeverhalten, Verschleiß...).
Daher gilt es für mich diesen Fehler zu vermeiden bzw. ihn zu beheben - zur eigenen Sicherheit und die der anderen.

Zu klären, zu wissen wie das nun die Prüforganisationen bewerten (leichter Mangel...), schadet nie, erspart einem eine erneute Vorführung und damit Zeit und Kosten. Aber auch hier sollte dann als nächste Maßnahme dieser Fehler korrigiert werden!

Gruß
TW
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Presi » 11.09.2019, 13:23

Supertyp » 11.09.2019, 08:34 hat geschrieben:Zu den Fakten gehört auch ob der Prüfer zwingend an den Mängelkatalog halten muss, oder ob er in seiner Entscheidung Spielraum hat, oder sogar völlig frei entscheiden kann. Nur im ersten Fall könnte man das Prüfergebnis anfechten.

Das wird wohl von der Art des Mangels abhängen. Willkür geht nicht, aber Entscheidungsspielraum muss ja sein, wo er sinnvoll ist.

@TW: Genau so hatte ich das bspw. an die Dekra formuliert, siehe vorletzte Zeile:
Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einem Kraftrad, das zur HU muss, ist der neue Hinterreifen vom Reifendienst verkehrt herum, also entgegen dem Hinweis an der Flanke bzgl. richtiger Laufrichtung, aufgezogen worden.

Zeitlich ist es momentan schwierig, dies kurzfristig korrigieren zu lassen.
Nun las ich, dass dies bei der Hauptuntersuchung kein Mangel ist, sondern nur als Hinweis im Prüfbericht vermerkt wird - ist es also möglich, erst zur HU und dann zum Reifendienst zu fahren?
Oder ist dies ein Mangel, vielleicht gar in der Kategorie "erheblich"?

Korrigiert wird in jedem Fall, es geht mir nur darum, ob es für die HU wichtig ist.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
...

Keineswegs sollte es darum gehen, dass es gehopst wie gesprungen sei wie der Reifen aufgezogen wird. Wobei ich das eben eher wie Stjopa vermute, nämlich dass es weniger relevant sei als man sich gemeinhin so denkt.
Zuletzt geändert von Presi am 11.09.2019, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Laufrichtung Michelin Pilot Active

Beitragvon Stjopa » 12.09.2019, 11:00

Danke, Presi, für den Link zur Mängelliste https://www.iam-net.eu/cms/images/IAM-N ... 3_2017.pdf

Ich denke, der vorliegende Mängelcode ist generell 5.2.3 "Reifenzustand", wenn auch keiner der Unterpunkte a) - h) benannt werden kann (vielleicht noch am ehesten a) "... Ausführung ..."), denn unter Punkt 1.1.6 findet man,

"1.1.6 Untersuchung des Zustandes
Die Untersuchung des Zustandes hat visuell und/oder manuell und/oder elektronisch – auch über
die elektronische Fahrzeugschnittstelle – auf
– Beschädigung, Korrosion und Alterung,
– übermäßigen Verschleiß und übermäßiges Spiel,
– sachgemäße Befestigung, Sicherung, MONTAGE und Verlegung,
– Freigängigkeit und Leichtgängigkeit
zu erfolgen."

Wir alle wissen, dass z.B. ein 30 Jahre alter Motorradreifen zun Nicht-Bestehen der Prüfung führen wird. Ein entsprechender Punkt ist aber (ebenso wie falsche Montage) nicht explizit im Mängelkatalog bei "5.2.3 Reifen" aufgeführt.

Im einleitenden Text sagt Punkt 4. "Beurteilungskatalog von Mängeln bei Hauptuntersuchungen (Mangelkatalog)"

"4.1.1 Um eine einheitliche Verfahrensweise bei der Einstufung der festgestellten Mängel in die einzelnen Mangelklassen und somit auch eine Gleichbehandlung der Fahrzeughalter bei der Beurteilung ihrer Fahrzeuge zu erreichen, sind in der Anlage 2 zu Nr. 4 die am häufigsten auftretenden Mängel und deren Zuordnung zu den Mangelklassen aufgeführt.

4.1.2 Die im Mangelkatalog aufgeführten Mängel sind in einer weitergehenden detaillierten Beschreibung („Mangelbaum“) um einzelne Fallgestaltungen, Schadensbilder usw., spezifiziert. [...]

4.1.3 Werden bei der Untersuchung Mängel festgestellt, die nicht im Mangelkatalog aufgeführt sind, ist die Zuordnung zur entsprechenden Mängelklasse nach der in Nummer 4.1.2 genannten Beschreibung („Mangelbaum“) vorzunehmen."

Die vergebliche Suche eines Zustandes im Mängelkatalog bedeutet also nicht, dass es damit kein Mangel ist.
Zuletzt geändert von Stjopa am 12.09.2019, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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