Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Benzingespräche rund um das Motorrad und das Motorradfahren. Bitte keine technischen Probleme hier posten.

Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon thump » 07.02.2021, 20:51

Habe hier eine interessante Doku entdeckt: https://www.youtube.com/watch?v=sNMCZu7eCuY
"Mit 64 Jahren steigt die frisch gebackene Rentnerin Margot Flügel-Anhalt das erste Mal in ihrem Leben auf ein Motorrad und düst los - um die Welt.
Einen Motorradführerschein besitzt sie nicht, doch ihr "alter grauer Lappen" erlaubt noch das Fahren mit Zweirädern bis 125 Kubikzentimetern. ..."
thump
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Maybach » 07.02.2021, 21:42

Ja, beeindruckend! Lief vor wenigen Tagen im SWR.
Das zeigt uns doch glücklicherweise, dass man mit seinen Träumen nicht warten sollte, oder?

Maybach
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon MagdaCB500S » 08.02.2021, 16:50

Das Buch "Über Grenzen" ist mega! Darüber hat schon jemand irgendwann in einem anderen Thread (ich meine in einem über Reisen...:kratz: )geschrieben...
Mir zeigt es nur eins: "der Alter ist nur eine Zahl" und es ist nie zu spät die Träume zu verwirklichen... ;)
Aber natürlich je früher desto besser :weed:
Man kann z. B. warten auf den 80. Geburtstag um mit 80 Leuten zusammen zu feiern...oder man kann es schon zum 40. Geburtstag so ein Schritt zu wagen und mit ganz andere Energiee natürlich die Sache angehen... und..und..und..:D
Man kann über jedes Wetter mekern: zu heiß, zu kalt, zu nass, zu trocken...oder man kann es annehmen so wie es ist und das beste daraus machen - einfach genießen und sich darüber freuen :weed:
Die Geschichte "Über Grenzen" zeigt, wie die Wille, in diesem Falle einer Frau, stark sein kann und wie man aus dem "unmöglichen" etwas "mögliches" schaffen kann, es reicht nur... und gerade.. daran fest zu glauben ;)
Also Leute, glaubt an eure Träume! :up:

Gruß,
Magda
Zuletzt geändert von MagdaCB500S am 08.02.2021, 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Biggi » 08.02.2021, 18:09

Sie kam bei dieser Tour aber oft an ihre Grenzen. Gut, dass immer Hilfe da war.

Inzwischen war sie schon wieder auf Fernreise, diesmal jedoch mit einem 24 Jahre alten Benz.
Link zum neuen Buch
Biggi
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Hondaslider » 09.02.2021, 07:32

Maybach hat geschrieben:Die Geschichte "Über Grenzen" zeigt, wie die Wille, in diesem Falle einer Frau, stark sein kann und wie man aus dem "unmöglichen" etwas "mögliches" schaffen kann, es reicht nur... und gerade.. daran fest zu glauben

:ddaumen: :ddaumen: genau so isses. Ich habe das Video mehrfach gesehen. Ich bin begeistert und teilweise auch ergriffen. Ich wünsche mir und euch ein klein wenig von dem Mut dieser Frau.
Gruß
Michael
Hondaslider
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Supertyp » 09.02.2021, 08:56

Naja, zusammen in einem dreiköpfigen Team mit professioneller Videoausrüstung inklusive Drohne. Die können dann auch schnell mal das Gepäck ins Begleitfahrzeug nehmen und Frau und Maschine durch den Schlamm schieben. Ich bin so mittel beeindruckt.
Cool finde ich die kleine Honda XR125. Sowas als moderner 500er Einzylinder.... :sabber:
Supertyp
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Lumael » 09.02.2021, 12:27

"Der Nutzer der das Video hochgeladen hat, stellt es in deinem Land nicht zur Verfügung" :blink: Hmmmm
Lumael
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon gumic » 09.02.2021, 14:53

Lumael » 09.02.2021, 12:27 hat geschrieben:"Der Nutzer der das Video hochgeladen hat, stellt es in deinem Land nicht zur Verfügung" :blink: Hmmmm


Kannst auch über die SWR Mediathek, den Beitrag noch aufrufen bis 01.02.2022.

Suchbegriff im Suchfeld beim SWR: Über Grenzen

Hier der Link zum 1. Teil:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/d ... E0MDA2NzA/

Hier der Link zum 2. Teil:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/d ... E0MDA2NzI/
Zuletzt geändert von gumic am 09.02.2021, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
gumic
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Lumael » 09.02.2021, 16:33

Danke!
Lumael
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon piko » 09.02.2021, 22:48

Mal abgesehen davon, daß es(soweit ich mitbekommen habe) nicht ihr "Traum" sondern der ihres Sohnes war, so eine "mondäne" motorradreisende Mutter zu haben ... halte ich das ganze Vorhaben - praktisch ohne konzeptionelle Vorbereitung, nachlässig ausgerüstet und als blutige Motorrad-Anfänger*in nicht nur für sehr ambitioniert, sondern auch für äußerst gefährlich ... hinsichtlich sich vermutlich findender Nachahmer*innen geradezu verantwortungslos ... es sei denn sie buchen für Passüberquerungen auch ein Begleitfahrzeug nebst Personal um dem Kältetod zu entkommen ... ;)

Ihren persönlichen "humanistischen" Anspruch dieser Reise, zu erfahren wie der größte Teil der Menschheit auf unserer Kugel lebt* und das Wissen mit diesem Film zu teilen, halte ich für vorgeschoben - macht sich und klingt halt gut in den Medien ... :mrgreen: ... man könnte sich ernsthaft fragen, in welcher Galaxy sie ihr bisheriges Leben und insbesondere ihr Studium der Sozialpädagogik verbracht hat ... *) dazu braucht es in der Gegenwart keine Reisen mehr, sondern lediglich einen TV nebst Internetanschluß.

Private Reisen waren, sind und bleiben purer Egoismus ... was anderes zu behaupten ist verlogen.

(egoistische) grüße piko :weed: (peace)
piko
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon thump » 10.02.2021, 10:30

Hondaslider » 09.02.2021, 07:32 hat geschrieben:
Maybach hat geschrieben:Die Geschichte "Über Grenzen" zeigt, wie die Wille, in diesem Falle einer Frau, stark sein kann und wie man aus dem "unmöglichen" etwas "mögliches" schaffen kann, es reicht nur... und gerade.. daran fest zu glauben

:ddaumen: :ddaumen: genau so isses. Ich habe das Video mehrfach gesehen. Ich bin begeistert und teilweise auch ergriffen. Ich wünsche mir und euch ein klein wenig von dem Mut dieser Frau.
Gruß
Michael


Das war Magda, nicht Maybach.
thump
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Hondaslider » 10.02.2021, 10:48

thump hat geschrieben:Das war Magda, nicht Maybach

na klar war das Magda.. :rock:
Ich hab den Text markiert ... dann auf zitieren ... und dann mein Senf ... :kratz:
... also das war von Magda und ich stimme ihr immer noch voll zu :up:

Gruß
Michael
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon MagdaCB500S » 10.02.2021, 12:18

piko » 09.02.2021, 22:48 hat geschrieben:Mal abgesehen davon, daß es(soweit ich mitbekommen habe) nicht ihr "Traum" sondern der ihres Sohnes war, so eine "mondäne" motorradreisende Mutter zu haben ... halte ich das ganze Vorhaben - praktisch ohne konzeptionelle Vorbereitung, nachlässig ausgerüstet und als blutige Motorrad-Anfänger*in nicht nur für sehr ambitioniert, sondern auch für äußerst gefährlich ... hinsichtlich sich vermutlich findender Nachahmer*innen geradezu verantwortungslos ... es sei denn sie buchen für Passüberquerungen auch ein Begleitfahrzeug nebst Personal um dem Kältetod zu entkommen ... ;)

Ihren persönlichen "humanistischen" Anspruch dieser Reise, zu erfahren wie der größte Teil der Menschheit auf unserer Kugel lebt* und das Wissen mit diesem Film zu teilen, halte ich für vorgeschoben - macht sich und klingt halt gut in den Medien ... :mrgreen: ... man könnte sich ernsthaft fragen, in welcher Galaxy sie ihr bisheriges Leben und insbesondere ihr Studium der Sozialpädagogik verbracht hat ... *) dazu braucht es in der Gegenwart keine Reisen mehr, sondern lediglich einen TV nebst Internetanschluß.

Private Reisen waren, sind und bleiben purer Egoismus ... was anderes zu behaupten ist verlogen.

(egoistische) grüße piko :weed: (peace)


Lieber Piko,
ich sehe schon den nächsten unter uns der bei den Indianer wahrscheinlich den Name " Der, der alles weiß und alles kann" erhalten würde :D
Und jetzt zu Deiner Äußerungen: so weit ich mich erinnern kann( nachdem ich das Buch gelesen habe - den Film habe ich mir erspart :D ), die Reise war Margot Traum und nicht ihres Sohnes und zu dieser Reise hat sie sich mehrere Monate gründlich vorbereitet und entsprechend alles mögliche durch gedacht - (gerade als alleine stehende Sozialpädagogin mit vieljährigen Erfahrungen) :P
Auf Risiko und Gefahr trifft man überall – es reicht alleine ein Blick auf die Statistik von den Unfällen die nur zu Hause passieren...und eigene Grenzen testet man überall im Leben sogar ohne große Reise zu wagen...
Das Leben aus dem TV und Internet ist genug künstlich, um nach dem "wahren" Leben zu suchen unter den lebendigen Menschen, aber um das zu wissen braucht man natürlich nicht mal das Studium - es reicht das Herz auf der richtige Stelle :P
Das sie rund um sich ein paar Helfer hatte, finde ich ganz gut, wir Menschen sind eben Sozial-Lebewesen und ob wir es zugeben wollen oder nicht dann brauchen uns einander...das macht die Reisen nur spannender - man kann die Erlebnisse mitteilen, sich aufeinander verlassen falls nötig und sich aus eigenem Egoismus enthüllen... ;) Und wenn man bedenkt, abgesehen von Margot-Reise, dass heutzutage so viele Menschen ihre Geburtsorte/Länder verlassen haben, um woanders zu Leben, wäre auch nichts besonders Familie und Freunde, die verstreut in der Welt wohnen, zu besuchen...Und wenn sich die Leute gegenseitig auf das Wiedersehen freuen, dann steckt kein Egoismus mehr in der Reise, die gerade unternommen würde...
Und nun zu den Nachahmer/inen - finde ich persönlich, dass sogar ein Versuch wäre viel Wert... den jeder im Endeffekt erlebt eine eigene Geschichte, eigenen, unvergesslichen und unwiederholbaren Weg und bei solchen Versuchen stecken sehr viele wertvolle Infos über uns selbst,unseren Fähigkeiten und sogar nicht nur den Technischen rund um Fahrzeug und Equipment aber auch den die uns als wahre Menschen zeigen... :weed:
Ein "sozialer" Gruß :pf:

Magda
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon thump » 10.02.2021, 16:38

Danke, Magda, ich stimme dir zu, haette es nicht besser sagen koennen!
Es ist sehr unwahrscheinlich, seine dann 62-jaehrigen Mutter zu ueberreden, sie sollte sich doch mal auf ein Motorrad setzen und knapp 20.000 km in Richtung Osten abreissen.
Viele sind nur im internet und bei youtube, ich wuerde denen raten, sich mal in der Welt umzuschauen, nicht andersrum.
Ein Video zu veroeffentlichen und ein Buch zu schreiben, damit jeder, der interessiert ist, mehr erfahren kann, klingt mir nicht sehr egoistisch.
Vielleicht sollte ich noch erwaehnen, dass von den 117 Tagen, die diese Frau unterwegs war, das Kamerateam nur 14 Tage dabei war. Stellenweise sah es aus, als ob es eine falsche Entscheidung war, besonders als sie bei Minustemperaturen im Schlamm kaum noch vorwaerts kam und oft umkippte. Ohne Begleitung haette sie dort ein Ende finden koennen. Aber hinterher sind solche Geschichten dann die tollsten! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und wenn man immer auf Nummer sicher geht, ist doch nichts dabei.
Nachahmer wird es immer geben; wenn die verlieren, ist das allein deren Fehler. Nur, weil es mir jemand nachmachen koennte und dann dabei drauf geht, ist kein Grund, es nicht zu tun.

So, jetzt ham wir's dem Piko aber gegeben! :)
thump
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Maybach » 10.02.2021, 18:03

Wohl gesprochen, Trump!
+1

Maybach
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Presi » 13.02.2021, 14:33

Ich habe vorgestern diesen Beitrag als Vorschlag bei YT gesehen und mir den Anfang angesehen.

Das ist schon mutig von einer damals 64jährigen, mit einem alten 125er Motorrad (hat Free-Sky nicht mal eine solche XR125 (gehabt)?) aufzubrechen. Respekt!

Dass man, wenn man die Öffentlichkeit sucht, auch kritisch bewertet wird, bleibt nicht aus.
Da wird dem erfahrenen Schrauber bange, wenn man auf den ersten paar hundert km schon mit stockender Spritzufuhr zweimal liegenbleibt. Und dem erfahrenen Weltreisenden, wenn man mit so wenig Fahrerfahrung losfährt und dann sowas passiert wie an dem Punkt, als ich ausschaltete, der Umkipper (ich nehme an, durch plötzlichen Griff zur Handbremse bei sehr langsamer Fahrt aufgrund der Nähe zur Fußgängerin, aber ich habe dann direkt ausgeschaltet, war zu spät).

Andererseits sind das gerade die spannenden Geschichten, wenn eben nicht junge, perfekt vorbereitete und ausgerüstete Leute eine solche Reise begehen, sondern man sich eher fragt: kommt sie heil an?

Ich habe damals die Geschichte von Heidi Hetzer (inzwischen leider verstorben) und ihres Hudo (1930er Opel) verfolgt und war bei ihrer Rückkehr zur Begrüßung am Olympiastadion. Das war nämlich noch mehr eine im besten Sinne bekloppte Reise, aber gerade deshalb so spannend.

Ich muss den Film noch sehen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie begleitet wird, sondern es sollte wohl nur ein Filmteam zu bestimmten Orten kommen und sie dann dort teils begleiten. Irre ich?

Was das Reisen angeht: Das Wissen der Welt ist einen Mausklick entfernt und es gibt zu fast allem hervorragende Dokumentationen, die mir fremde Gesellschaften so zeigen, wie ich sie nie selbst erfahren könnte. Also reisen, um die Welt kennenzulernen, muss man nicht mehr.
Aber dennoch ist selbst Erlebtes anders, fühlt sich anders an. Und persönliche Eindrücke bleiben etwas Besonderes.

Schön, dass es solche Geschichten gibt und Menschen ihre Träume leben. Auch wenn sie dabei anders vorgehen als man selbst es tun würde. Oder gerade weil sie das tun.
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon piko » 14.02.2021, 11:29

Was das Reisen angeht: Das Wissen der Welt ist einen Mausklick entfernt und es gibt zu fast allem hervorragende Dokumentationen, die mir fremde Gesellschaften so zeigen, wie ich sie nie selbst erfahren könnte. Also reisen, um die Welt kennenzulernen, muss man nicht mehr.

Genau das meinte ich ... es gibt inzwischen unzählige, meist sehenswerte, Reisereportagen in allen erdenklichen Formen und diversen Medien, von den entlegendsten Orten der Welt ... da muß nun nicht jeder noch hin. Das einzig "herausragende" und filmreife an dieser "Vollgas-Rentnerin" war allein die Tatsache, daß sie sich motorradtechnisch unerfahren-dilletantisch, schlecht ausgerüstet(siehe z.B. das "Gepäcksystem" :roll: ) und vor allem ungeübt-naiv auf die Reise begab ... das tat schon beim zuschauen weh - was soll das und vor allem wem sagen?!

Der einzig-wahre Held in diesem Film war die Honda ... :mrgreen:

Hier mal ein aktueller Film zum Thema "Individualreisen"
piko
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon Maybach » 14.02.2021, 15:10

Ich würde den Menschen gleich welchen Alters es schon gerne selbst überlasen, zu entscheiden, wann sie womit wohin fahren wollen. Die Vorstellung, dass man eine Reise nicht mehr machen muss, nur weil das schon mal jemand gemacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Ebensowenig die Vorstellung, dass man eine Reise "erleben" kann, wenn man sie auf dem Bildschirm betrachtet. Geh mal eine schwierige Bergtour, die es heute in vielfacher Weise auf youtube gibt - und entscheide dann, welcher Eindruck prägender ist.
Und was die Gefahren angeht: Da war wohl das Risiko bei Max Reischs Fahrt mit Herbert Tichy auf der 250er Puch nach Britisch-Indien höher. Und dennoch käme man wohl nicht auf die Idee, das den beiden vorzuwerfen ... obwohl doch die klapprige Puch technisch deutlich hinter der 125er im Film steht.

Just my 2cts

Maybach
Zuletzt geändert von Maybach am 14.02.2021, 17:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon chaosracer » 14.02.2021, 16:56

Maybach » 14.02.2021, 15:10 hat geschrieben: Die Vorstellung, dass man eine Reise nicht mehr machen muss, nur weil das schon mal jemand gemacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. ebensoweinig die Vorstellung, dass man eine Reise "erleben" kann, wenn man sie auf dem Bildschirm betrachtet. Geh mal eine schwierige Bergtour, die es heute in vielfacher Weise auf youtube gibt - und entscheide dann, welcher Eindruck prägender ist


Ich habe ein Jahr in der Slowakei gelebt, war ab und an in Österreich und ein paar mal im Bayrischen Wald. In der Slowakei war ich zeitweise alle zwei Wochen in den Bergen, der Aufstieg begann 1000 m von meiner Tür entfernt. In Österreich und Bayern bin ich auch gerne gewandert. Ich kann mich dennoch wirklich an jede einzelne Bergtour erinnern, auch wenn die oft nicht so schwierig waren.

Bestimmt habe ich auch mal einen Film über den Himalaja oder die Alpen gesehen. Nein, sicher sogar. Davon weiß ich aber gar nichts mehr. Dort oben, da riecht es anders, da ist etwas, das sich nicht filmen lässt. Oben ist es ganz schön anders.
Zuletzt geändert von chaosracer am 14.02.2021, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Als Rentnerin mit dem Moped um die Welt

Beitragvon MagdaCB500S » 14.02.2021, 17:21

piko » 14.02.2021, 11:29 hat geschrieben:
Was das Reisen angeht: Das Wissen der Welt ist einen Mausklick entfernt und es gibt zu fast allem hervorragende Dokumentationen, die mir fremde Gesellschaften so zeigen, wie ich sie nie selbst erfahren könnte. Also reisen, um die Welt kennenzulernen, muss man nicht mehr.

Genau das meinte ich ... es gibt inzwischen unzählige, meist sehenswerte, Reisereportagen in allen erdenklichen Formen und diversen Medien, von den entlegendsten Orten der Welt ... da muß nun nicht jeder noch hin. Das einzig "herausragende" und filmreife an dieser "Vollgas-Rentnerin" war allein die Tatsache, daß sie sich motorradtechnisch unerfahren-dilletantisch, schlecht ausgerüstet(siehe z.B. das "Gepäcksystem" :roll: ) und vor allem ungeübt-naiv auf die Reise begab ... das tat schon beim zuschauen weh - was soll das und vor allem wem sagen?!

Der einzig-wahre Held in diesem Film war die Honda ... :mrgreen:

Hier mal ein aktueller Film zum Thema "Individualreisen"


Hey Piko,
klar gibt es wunderbare Reisereportagen in jeglicher Form...
Nun was wäre aus uns Menschen wenn wir uns nur mit Bildern "aus den modernen Kisten" befriedigen lassen würden? :kratz:
Tja, bis jetzt existieren noch, so weit ich weiß, z.B. "die Wander-Gesellen", die sich auf den Weg machen um "...neue Arbeitspraktiken, fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen sowie Lebenserfahrung sammeln..." und was ihr Gepäck betrifft, bleiben sie immer noch ganz traditionell: "Wandergeselle darf keine Kommunikationsgeräte mitnehmen, nur Papier und Stift. Laptop und Handy sind tabu." "Sein Gepäck ist übersichtlich: Kleidung, das Gesellenbuch für Reiseeinträge, eine Landkarte und persönlicher Kleinkram. Das muss für drei Jahre Wanderschaft reichen."
Ja klar, die sind jung, schön unerfahren und haben keine Verpflichtungen und sind meistens zu Fuß unterwegs :D
Doch wenn die junge Leute in Deiner Richtung Piko denken, dass die Erfahrung von den angeschauten Doku-und Reportagen-Filmchen kommt, aus den Video-und Konsolen-Spielchen und das Leben ist nur eine Sahne-Creme, dann kein wunder, dass diese Gruppe von Menschen bald am aussterben ist :P
Die Menschen haben unterschiedliche Grunde um größere oder kleinere Reisen zu unternehmen...
Meistens ist man entweder sehr jung, verrückt, Angstfrei, neugierig und ohne Geld(oder nur ganz knappen ) und dazu wie bei den Wander-Gesellen ohne Verpflichtungen, um so ein Schritt zu wagen - zu Reisen (egal womit) und Erfahrung rund um das wahre Leben zu sammeln...oder so wie bei Margot, erreicht man ein Alter, wo man plötzlich wieder sagen kann, ich bin gesund, habe keine Verpflichtungen mehr, Geld genug um zu Reisen und habe voll Lust noch etwas von dem Leben zu genießen und "erleben" ;) Ich kenne eine Radfahrerin, die ist älter als Margot und doch noch nicht so lange her war sie fast ganzes Jahr in mehreren Länder (unter anderen China) mit dem Fahrrad unterwegs...oder eine Freundin meiner ziemlich besten Freundin, die mit ihrem Chopper, Mitte 50. Route 66 gefahren ist...
Und was noch das Gepäck betrifft...
Ich habe persönlich im Kopf ein Bild von meinem Opa, der ganz viel gereist ist mit verschiedenen Verkehrsmittel... komischerweise sein Gepäck begrenzte sich immer zu einem kleinen Rücksack mit den nötigsten Sachen, egal wie lange er unterwegs war...
Dann schaue ich mir z.B. ein Gepäck meines Mannes der mit seinen Reserviesten-Kameraden eine Woche nach England fährt und denke ich: "Bua!" So viel Zeug! Das ganze Auto+Anhänger sind jedes mal voll! Zelt, Feldbett, Schlafsack, Tisch+Stühle, Petroleumlampen, Geschirr für die ganze Kameraden, Wasserkarniestern, Gaskocher, Essenskonserven, Kübel-spritze zum Duschen, Werkzeug, Klamotten, mehrere paar Schuhe und und und, die Liste ist ganz schon lang... ;)
Aber, wenn man bequem haben möchte :D
Leute in gewissen Alter behaupten zu wissen was sie brauchen und was nicht...doch jede Reise- ist eine Prüfung alleine für das unnötige Zeug, das man immer wieder mitschleppt oder gar nicht dabei hat :D
Es ist einfach spannend...jedes mal...und wenn sogar ungeübt-naiv - dann -naturell, frei und authentisch...und das zählt am meistens :ddaumen:
Und die Menschen, die solche Reisen wagen sind keine Helden, sie sind menschlich, schwach, machen Fehler, doch sie stehen wieder auf und bewegen sich weiter vorwärts, Schritt für Schritt egal wie groß oder klein oder rückgängig die Schritte wirken... Sie sind wie jeder von uns - durchschnittliche Menschen, keine Marionetten des Fernsehers, die alles richtig machen, sehen ständig Top aus und lassen von sich keine Schwäche zeigen…
Die "unperfekte" Reisefreundin:
Magda :weed:
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