Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

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Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Grim Reaper » 02.08.2017, 20:49

...wenn man über die Öresundbrücke hineinfährt und nicht höher als bis Stockholm fahren will?
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon RPM5000 » 02.08.2017, 21:16

Malmö. Lohnt sich auf alle Fälle für einen Kaffee nach der Brücke. Innenstadt ganz nett :)
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Free-sky » 03.08.2017, 08:10

Gekås in Ullared, Hien&Alex waren da und es war beeindruckend.
Ich frage sie mal nach anderen lohnenswerten Zielen.
Ihr könnt euch ja am 12.August austauschen.

Bisste mit Mopped oder Auto unterwegs?
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Grim Reaper » 03.08.2017, 19:01

Aus verschiedenen Gründen werden wir Schweden mit dem Auto bereisen. Sobald mein Bruder wieder ein Motorrad hat werde ich mit ihm aber sowieso noch eine Skandinavien-Tour machen; ich hab schon überlegt ihm eine Trümmer-CB wieder aufzubauen und zum Geburtstag zu schenken - Teile hab ich ja genug rumliegen...
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Takeshi » 20.08.2017, 20:15

Habe den Thread vor dem Schwedenurlaaub nicht mehr gesehen und bin auch seit gestern erst zurück...

Dennoch sei gesagt, was man gesehen haben muss: Kalmar und Växjo als Städte. Super, viel Kultur und Ostsee. Malmö, Göteborg und ganz wichtig, wenn man schon auf der Höhe von Göteborg ist: die Schäreninseln dort und weiter nördlich bis Smögen sind einfach traumhaft. Eine völlig andere Welt. Du schreibst Stockholm, also wirst du dich mehr im mittleren Osten aufhalten, da kommt ein Abstecher nach Oslo wohl nicht in Frage. Oslo ist der Knaller, Kontraste ohne Ende. Und die Oslo-Fjorde sind ebenfalls wunderschön. Im Osten und Nordosten sind dann nach genannter Stadt Kalmar der Malärensee um Stockholm und die Fjorde an der Küste wunderbar. Unsere Schwerpunkte lagen bisher genau dort: West- und Ostküste. Bis Stockholm haben wir es noch nicht gebracht. Zu empfehlen ist noch der Vänernsee. Schöne Umgebung und als der größte der weit über 94000 Seen in Schweden eine Wucht. Vom Nord zum Südufer kann man nicht schauen... schon fast ein Binnenmeer.
Meine Frau hat schwedische Wurzeln, es zieht sie quasi magisch ins Königreich. Fahren wir über die Grenze hinein, ist sie kurz wie ausgewechselt. Geht es aus Schweden raus, kullern die Tränen...

In Schweden gibt es immer was zu sehen. Man kann sein ganzes Leben den Jahresurlaub dort verbringen und wird nie alles gesehen haben... wenn man die Landschaften mag. Und Einsamkeit. Stundenlang kein Gegenverkehr. Natur, Ruhe, Elche usw...
Zuletzt geändert von Takeshi am 20.08.2017, 20:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Youltas » 31.08.2017, 23:07

Malmö ist ein super TIpp! War ich letztes Jahr. Absolut sehr empfehlenswert! :)
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Grim Reaper » 02.09.2017, 11:17

Wir sind wieder da! Vielen Dank für die Tipps (v.a. an Takeshi!) - wir haben uns weitgehend daran gehalten und eine schöne Woche im hohen Norden verbracht. Rein ging's über die dänische Seite und der erste Stopp war gleich in Malmö (Geld abheben - diese kleinen Scheinchen sehen auf den ersten Blick aus wie aus nem Monopoly-Spiel...). Dort haben wir uns aber ehrlich gesagt nicht allzu lange aufgehalten, da wir von den bisherigen acht Stunden Fahrt schon ziemlich erledigt waren und noch gut zwei Stunden weiter mussten.

Gewohnt haben wir in einem Ferienhäuschen in Ystad - klassische Touri-Stadt an der Ostseeküste. Nix besonderes, aber wir hatten ein schönes Haus im Wald. Der Strand war allerdings nicht besonders einladend: Es war wohl in den Tagen vorher recht windstill und sonnig, was zur Folge hatte dass die an Land gespülten Algen langsam in der Sonne gammelten und entsprechend unangenehm maritime Duftnoten von sich gaben. Wir haben uns also auf Ausflüge ins Landesinnere entschieden.

Växjö, Kalmar, Halmstad, Göteborg und das Foteviken Viking Museum (ein komplett nachgebautes Wikinger-Dorf etwa 20km südlich von Malmö) standen auf unserem Plan. Ein paar Impressionen habe ich unten angehangen.

Insgesamt muss ich sagen dass es für Südschweden (und wir waren ja noch nichtmal bis hoch nach Stockholm unterwegs!) deutlich mehr Zeit bedarf - aber wir werden auch noch mal wiederkommen. Alleine das Fahren von A nach B ist ein Traum: Man ist praktisch alleine auf der Straße unterwegs, Schlaglöcher gibt es dort nicht und trotz oder gerade wegen der rigorosen Tempolimits bekommt man viel von der Landschaft mit. Nungut, Kurven gibt es da nicht so viele (vielleicht in anderen Regionen?), aber zu entdecken gibt es umso mehr. Sehr cool fand ich z.B. zwei Elche, die ich morgens auf dem Weg nach Växjö am Straßenrand entdeckt habe: Sie lagen zu zweit etwa 100m neben der Straße auf einer Lichtung in der Sonne und sahen gemütlich dem Treiben auf der Landstraße zu. Ein Bild, dass mit den bei uns heimischen Rehen absolut undenkbar wäre...
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Mitten im Nirgendwo steht eine Tankstelle im 50er-Jahre-Stil. Keines der ausgestellten Requisiten ist jünger als 40 Jahre. Eigentlich wollten wir nur Benzin, sind dann aber doch noch etwas länger geblieben...
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Einer der Gründe, warum man auf die Autobahn verzichten sollte: Man würde ein solches Panorama verpassen...
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Übringens ist ein See auch ein hervorragender Ort wenn man in Ruhe leben und nicht von den Zeugen oder anderen Klinkenputzern behelligt werden möchte.
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Sehr entspannt sieht man dort auch die Religionsfrage: Zur Sicherheit wird noch ein Runenstein in die Kirchenwand eingelassen - man weiß ja nie... Heute ist er vor der Kirche ausgestellt.
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Verteidigungsanlage der Burg vor dem Hafen in Kalmar. Inklusive Fern-Seher.
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Man stolpert in Göteborg aus der Einkaufsmeile - und steht im Hafen.
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Im nachgebauten Wikingerdorf kann man alle Häuser (inkl. des Wachturms) betreten - anstatt "Nich anpacken!" ist hier das Motto: "Nimm mal in die Hand!".
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Ja ich war's. UND ICH WÜRD'S WIEDER TUN!!
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Einen schönen Ausblick hat man beim überqueren der Storebaelt-Brücke - sie führt über eine kleine Insel, auf der zuweilen nur der Leuchttum-Wächter lebte...
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Takeshi » 09.09.2017, 19:02

Schön, dass ich helfen konnte ;)

Ja, ist schon alles super. Das Viking-Dorf nehmen wir dann mal nächstes Jahr mit.

Geld haben wir nur das erste Mal in Schweden geholt, also nennenswerte Summen. Da dort jeder und wirklich fast alles mit Karte zahlt, glüht die Visa in Schweden entsprechend. So 200 Kronen reichen in Bar, um kleine Eintrittsgelder etc. bezahlen zu können innerhalb von 2 Wochen.

Der kleine Leuchtturm auf der Insel bei der Storebaelt-Brücke fasziniert mich auch immer wieder.

Die Straßen sind super dort, das Tempolimit geht für mich in Ordnung. Man spart Sprit ohne Ende und sieht, wie du schon sagtest, die Landschaft so richtig. Kurven gibt es, dafür musst du nur die kleinen Straßen fahren, nicht die Großen. Dann gibt es viele Kurven, und die erlaubten 60 bis 70 km/h sind auch ausreichend, vermutlich auch mit dem Mopped. Ich mag diese Straßen lieber als die oft recht schnurgeraden "Riksveger", also Bundestraßen. Machen auch mit dem Auto Spaß... :P

Ja, Elche sind gechillte Kollegen, wie so ziemlich alle Schweden...
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Grim Reaper » 17.05.2018, 09:14

Ich habe gerade für den Spätsommer gebucht - es wird eine Motorrad-Tour durch Südschweden (dieses mal auch ausführlicher als der doch recht spontane Kurztrip aus dem letzten Jahr). Nach etwas Lektüre zum Suchbegriff "Motorrad-Tour Schweden" waren zwei Dinge sofort klar:

1) Die etwas romantisierte Vorstellung mit auf den Sozius geschnalltem Zelt und Schlafsack habe ich ad acta gelegt. Zwar gibt es das allemansrätten - aber doch recht viele Motorradfahrer die das schon hinter sich haben, haben davon abgeraten. Man darf man zwar überall zelten; das Motorrad muss aber auf befestigten Straßen bleiben - außerdem gibt es wohl doch recht viele Ausnahmen, z.B. Privatbesitz etc... Außerdem habe ich schon eine Tour mit einer Woche Dauerregen hinter mirv - das muss ich nicht nochmal haben. Und da man sich recht schnell an Strom gewöhnt, möchte ich diesen Luxus auch gerne beibehalten. Ich habe deshalb die kleinste und billigste Hütte gebucht, die ich finden konnte. Als "Basislager" vollkommen ausreichend - außerdem hat sie ein festes Dach, ein richtiges Bett, Strom, einen Herd, sogar Internet und ist sehr zentral gelegen (etwas südlich des Vättern): Es wird daher auf Tagesausflüge in jede Himmelsrichtung hinauslaufen.

2) Dieses Mal fahre ich nicht über Dänemark und die Brücken, sondern per Fähre. Zum Einen bin ich alleine, sodass ich durchgehend selber fahre und dementsprechend auch mehr Pausen brauche als zu zweit mit dem Auto. Zum Anderen kann ich die Überfahrt (immerhin 8 Std. über Nacht) zum Schlafen nutzen und kann mich vor dem Anlegen noch reichlich am Frühstücks-Buffet bedienen.

Momentan bin ich dabei Ziele rauszusuchen und Reise-Routen zusammenzustellen; Stockholm wird dieses Mal definitiv dabei sein. Habt Ihr sonst noch Tipps für mich?
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Re: Südschweden: Was sollte man gesehen haben...

Beitragvon Brisselbrassel » 19.05.2018, 19:35

Hallo Tobias,
auch ich habe dieses Jahr einen Schwedenurlaub geplant. Gebucht ist seit längerem schon ein Ferienhaus auf einer Insel im Mälaren. Das ist ein ziemlich zerklüfteter See westlich von Stockholm.
Unsere letzte weitere Reise mit dem Motorrad war 1993 (so ein alter Sack bin ich...) eine Skandinavienrundtour. Dabei war Norwegen natürlich landschaftlich der Kracher. Das Vorurteil, dass im Osten ( sprich Schweden) das Wetter stabiler ist, kann ich nur bestätigen. Denn, kaum waren wir über die schwedische Grenze (Höhe Siljansee), hörte es nicht mehr auf zu regnen. Das war sehr schade, denn Schweden übte auch einen gewissen Reiz aus.
Den Rest der Tour haben wir uns nur gesagt, wir kommen noch mal wieder. Wir sahen nur noch Landstrassen im Dauerregen, die Gummikuh hatte Wasserkühlung, und kalte Hotelzimmer gab es. Das hat dann leider etwas gedauert mit der Wiederkehr.

Wir fahren jetzt mit dem Auto, Vogelfluglinie, Zwischenübernachtung Höhe Kopenhagen.

Bis Stockholm hoch fahre ich eigentlich nur, weil meine heranwachsende Tochter erklärte, uns in diesem Fall mit ihrer Gegenwart zu beehren. STOCKHOLM soll EINFACH HiPP sein! (Neudeutsch ausgedrückt, damit kann man scheinbar als Teenie punkten) Wie gesagt, ich war aber noch nicht dort. Mir hätte die Gegend Höhe Öland, oder Gotland und die Schärenküste im südlicheren Bereich gereicht.
Sollte ich vor dir (Sommerferien NRW) da hin kommen, werde ich dir berichten.

Gruss
Michael
Brisselbrassel
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