CB500 und Langstrecke

Benzingespräche rund um das Motorrad und das Motorradfahren. Bitte keine technischen Probleme hier posten.

CB500 und Langstrecke

Beitragvon Gaghunf » 19.07.2017, 13:54

Ich plane eine Tour durch Österreich/Italien Mitte August.
Eine grobe Planung der Tour ist wie folgt:
Runter nach Kempten => Innsbruck => Großglockner => Venedig => Gardasee => Über'n Brenner wieder in Richtung Heimat (Schweinfurt)
Am Jaufenpass will ich auch unbedingt mal vorbeischauen. Mal schauen... :mrgreen:

Dazu hätte ich ein paar Fragen:
=> Ist ein Windschild zu empfehlen?
Ich bekomme jetzt schon bei längeren Touren Nackenschmerzen (ist meine erste Naked... :abroll:)

=> Welche Ersatzteile sind mitzunehmen?
Generell gilt die CB500 ja als sehr zuverlässiges Möp. Soll ich dennoch ein paar Zündkerzen/Zündspulen/eine Kette oder sonst was einpacken?

=> Braucht die CB500 kurze Verschnaufpausen nach langer Strecke?
Ich kenne es von alten Luftgekühlten Mopeds, dass diese laufen wie ein Sack Nüsse ohne längere Pausen/Zwischenstopps

=> Wird die CB500 auf langstrecke auf einmal zum Ölfresser?

=> Gibts sonst irgendwas, was ihr mir als Tipp geben könnt? Ich fahre wie ihr wisst noch nicht so lange CB :roll:
Zuletzt geändert von Gaghunf am 19.07.2017, 13:54, insgesamt 2-mal geändert.
Gaghunf
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Hondaslider » 19.07.2017, 13:59

Hi Achim

zu 1: die Frage hast du dir ja schon selbst beantwortet. Lange Touren ( spez.Autobahn = Windschild )
zu 2 : Ersatzteile. Wenn du weiter fährst als deine Kette das noch aushält - ja sonst nicht. Oder Kette vorher wechseln.
zu 3: Verschnaufpause. Ich glaube die hast du dann nötiger als die CB. Normales fahren vorrausgesetzt. Hier im Forum jibt es welche die haben schon komplette Europa Touren gemacht....
Zu 4: warum sollte sie ... :kratz: Normales fahren vorrausgesetzt.

Kettenspray, bissl Sprühöl, Kerze, Birnchen. bissl Werkzeug ferdisch.
Im Notfall fondest du auf deiner Tour bestimmt irgendwo ein Händler wo du Teile bekommst.
Vieel wichtiger ist dass du sie vor dem losfahren gründlich durchcheckst.
Ölwechsel, Filter wechsel, Bremsflüssigkeit, Reifen, Kette, Züge, Schläuche .....

Gruß
Michael
Hondaslider
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Andreas. » 19.07.2017, 14:14

Für diese Tour würd ich einfach losfahren.
Die Verschleißteile müssen halt die voraussichtliche Distanz noch packen,
ansonsten vorher wechseln, ist daheim immer einfacher und billiger.
Zuletzt geändert von Andreas. am 19.07.2017, 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
Andreas.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Stjopa » 19.07.2017, 14:29

Von einer Fahrt mit dem Motorrad nach Venedig - noch dazu Mitte August - rate ich ab.
Südlich der Alpen ist es da beim Fahren schon richtig heiß und dann in Motorradklamotten durch Venedig stapfen?

Wir waren vor wenigen Jahren in der Nähe von Trento/Trient untergekommen und haben einen Tagesausflug nach Venedig mit dem Zug gemacht. Der Trentiner Regionalexpress war ein moderner Zug mit ausreichend großer und funktionierender (!) Klimaanlage. Die Bahnfahrt kostete weniger als 10 Cent pro km; die Tageskarte für das Vaporetto in Venedig war teurer!
Die Ankunft im Zentrumsbahnhof Santa Lucia in Venedig ist spektakulär: Man fährt die letzten km durch diese schilfbewachsene Tümpellandschaft - eigentlich recht langweilig - und kommt schließlich in einen etwas runtergekommenen Bahnhof im 70er/80er Jahre-Stil.
Dann geht man aus dem Beton-Bahnhof raus und denkt, man sei gerade durch das Portal auf Bahnsteig 8 3/4 gegangen. Mit EINEM Schritt steht man in der Renaissance am Canale Grande, schaut auf die Fassaden der alten Häuser und die Boote, die hier alle anlegen. Mittendrin in Venedig halt.
Ich dachte, ich spinne!
Stjopa
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon moppedrentner » 19.07.2017, 18:31

Stjopa hats in seinem ersten Satz schon auf den Punkt gebracht!
Wir waren vor 2 Wochen mal in Vebedig. Nie wieder im Sommer! Du trittst auf den Meter dreimal einem auf die Füße oder einer tritt Dir auf die Deinen. Die meisten haben Schlitzaugen und große Fotoapparate und ziehen in langen Scharen hinter einem Fremdenführer mit Fahne her, im Bemühen, den Anschluss zu halten, sind sie auch überhaupt nicht rücksichtsvoll... Im August sind übrigens in Italiwn Schulferien, da wird das Ganze nochmal doppelt so schlimm.

Gruß vom
Hans
moppedrentner
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon rednug » 19.07.2017, 19:29

Was ist bei dir nun Langstrecke - 750 km Autobahn nonstop oder mehr - ne - Spaß beiseite.
Wurde ja schon alles geschrieben - Verschleißteile sollten natürlich beim Start noch entsprechende Lebenserwartung haben - Öl sollte nicht schon 20 000 km drin sein und der Lufi ebenso. Ansonsten - nimm ne Birne mit für Scheinwerfer und Rück/ Bremslicht. (Und eventuell auch schon mal in Ruhe und im Hellen schauen, wie womöglich gewechselt werden muss, wenn du es noch nicht gemacht hast - eigene Erfahrung!)

Ich war erst vorletzten Sonnabend wieder von mir (bei Leipzig) bis runter kurz vor Garmisch über kleine Umwege gerollt, dann 2 mal durch die Alpen und und letzten Sonnabend dann wieder von Garmisch über Umwege nach Hause. Hat alles gepaßt. (Mußte diesmal auch keine Leuchtmittel wechseln :up: :up: )

Was manch einer nicht beachtet - es kann auch mal im Sommer kühler und ungemütlicher werden - also gute Bekleidung ist angesagt.

Gunder
rednug
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon chaosracer » 20.07.2017, 02:50

Ich war mit 21 in Venedig, weil meine Freundin das wollte. Da muss ich echt nicht mehr hin...
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon CB-Jo » 21.07.2017, 13:45

Kupplungs- und Gaszüge oder Reparatursets und Werkzeug dazu (lange Spitzzange und lange dünne Schraubenzieher erleichtern das Wechseln der Gaszüge ohne Ausbau des Vergasers). Mir sind unterwegs schon diverse Züge gerissen. Kostet nicht viel und der Effekt ist groß. Aueßrdem immer dabei, aber noch nie gebraucht: Reifenflickzeug oder Pannenspray.

Prüfe auch nochmal, ob in den Ländern Warnwesten- und Verbandszeugpflicht für Motorräder herrscht.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Tron » 21.07.2017, 14:04

2009 einmal Türkei hin und zurück, sprich ca. 12.000 km in 4 Wochen.
Vor der Fahrt hatte ich Gabelfedern gewechselt und somit auch Öl, ect.
Dann Neue Kette, weil die alte auch schon fast am ende war und auch bei den Rädern das gleiche.
Dabei hatte ich als Ersatzteile Kupplungshebel und Bremshebel, So ein Reperaturset für reifen udn eins mit diversen Zügen. aber ein Kupplungszug noch seperat dabei.
Das war es.

Windschild hatte ich ein schönes großes, damit man vom Wind etwas gesichert ist, leider war das Schild nicht so gut, dass ich die Scheibe abmontieren musste.

Ich hatte drei Koffer plus Taschen dabei, wo ich alles schön unterbringen konnte.
Dabei dann zivile KLeidung und auch Motorradkleidung.

viewtopic.php?f=16&t=4759&hilit=t%C3%BCrkei

Aber ich würde es bei deiner Tour so halten wie Andreas schon geschrieben hat ... Aufsteigen und los.
Da ist kein Land dabei, wo man nagst haben müßte, dann man keine Werkstatt oder keine Teile innerhalb von 24 Stunden finden würde.
Und im schlimmsten Fall ist ja noch der ADAC da.
Zuletzt geändert von Tron am 21.07.2017, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Gaghunf » 02.08.2017, 21:26

Sorry für die verspätete Antwort, ich habe zurzeit viel am Hut...
Die Tour ist soweit geplant, hier ein Link davon (falls dieser funktioniert :kratz: ):
https://drive.google.com/open?id=1jtl0i ... sp=sharing
Ich habe vor, erst mal zum Gardasee zu fahren.
Gefällts mir da nicht so gut (z.B. viel Tourismus), fahre ich vielleicht noch rechts rüber ans Meer bis runter nach Rimini, mal sehen, das wird dann spontan entschieden. :up:

Ich werd's so machen wie ihr geschrieben habt:
Draufsetzen und los! :kommen:

Eigentlich dürfte mich nichts aufhalten:
-> Ich habe mir noch ein Puig-Windschild über ebay kleinanzeigen gekauft, bin soweit echt zufrieden damit.
-> Vorher nochmal schön die Kette einfetten und ggf. nachspannen.
-> Zündkerzen kamen erst neu (trotzdem eine als Ersatz mitnehmen) und die Züge habe ich auch erst geölt.
-> USB-Ladegerät für Handy, Kamera und Notfallnavi ins Moped eingebaut.
-> Zelt und Schlafsack habe ich auch im vorraus mal wieder ausprobiert.

Eine Frage hab ich da aber noch:
-> Kann mir jemand sagen, wie viel Mautgebühren auf der gesamten Strecke in etwa fällig werden? Ich habe mal so mit ~100€ gerechnet, kommt das hin?
Zuletzt geändert von Gaghunf am 02.08.2017, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Flyingbrick » 02.08.2017, 22:15

Zu Hause das Motorrad ordentlich warten, inklusive Flüssigkeiten und Filtern und Kerzen. Alle Züge ölen und gucken, dass keiner angerissen ist. Bremsbelagstärke und Kettenverschleiß prüfen.

Die beste Art, eine CB zur Unzuverlässigkeit zu erziehen, ist, nicht damit zu fahren. Je regelmäßiger Du fährst, desto weniger Sorgen musst Du Dir machen. Zum Ölverbrauch, ich habe zum Beispiel in neun Jahren in alle CBs zusammmen etwa nullkommagarnichts einfüllen müssen. In dieser Zeit bin ich sicher 50.000 km damit gefahren und habe nicht einen Tropfen verbraucht.

Um sicher zu gehen, nimm ein paar Kabelbinder, Muttern, Glühlampen und so etwas mit, das raubt nicht viel Platz und beruhigt.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon RPM5000 » 02.08.2017, 22:51

Dem ist nicht hinzuzufügen. Bin mit meiner immer einfach losgefahren ohne mir einem Kopf zu machen. Hatte bisher nur einmal ein Problem, dass die Batterie den Geist aufgab. Die war da aber auch schon 10 Jahre alt. Ansonsten nie Probleme. Touren bis zu 12h/Tag kein Problem. Ich war dann fertig, die CB hätte noch gekonnt.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon chaosracer » 03.08.2017, 11:23

...ach Micha, da sagst Du was. Mein Otto steht seit nem Jahr praktisch nur rum. Vergangenen Samstag bei der Ausfahrt stellte ich dann rechts einen defekten Simmering fest. Dazu scheint es, dass die Batterie nur sporadisch lädt. Ab-und an zickt der Anlasser - bei 3-jähriger Batterie. Das war mir mit 20 km pro Jahr nicht passiert. Vielleicht löse ich mal ein paar Kabel und sprühe Kontakt60 drauf.
Defekter Simmering ist normal, der stammt noch aus "deiner" roten Nackten und ist Bj.94 (oder95?).
Zuletzt geändert von chaosracer am 03.08.2017, 11:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Gaghunf » 20.08.2017, 22:47

So, hier mal ein kleiner Reisebericht:

Mopedpiloten
Ich: CB500 PC26
Mitfahrer: Yamaha XJ900 F
Bild
http://up.picr.de/30136822lo.jpg


Route
Die Route wurde ein paar Tage vor der Abfahrt noch ein klein wenig abgeändert.
Kurzfassung:
=> A7 bis Füssen
=> Bei Füssen über die Grenze
=> Ab Österreich nur Landstraße
=> Über Imst und Sölden
=> Alpenüberquerung über'n Timmelsjoch
=> Über Meran, Bozen und Trient zum Gardasee nach Lazise


Zuerst einmal:
Es war hammergeil! :up: 8) :D


Mein Windschild (Puig) hat über die gesamte Tour leider relativ wenig gebracht. Bereits nach 20 Minuten auf der A7 hat mein Nacken ziemlich wehgetan. Aber was solls, man muss immer das Ziel vor Augen haben.
Zur A7 gibts relativ wenig zu erzählen. Viel Autobahn, viel Wohnmobile, viel Niederländer, viel Chaoten. :D
Ab Füssen wurde es dann langsam interessant. Die Berge, die man sonst nur aus der Entfernung sah, stehen auf einmal vor einem. Ab Füssen sprechen die Leute übrigends sehr lustig.
Mit starken Nacken und -Poschmerzen ging es dann durch Österreich. Ab da hat das fahren so richtig Spaß gemacht, u.a. weil der Sprit so extrem günstig ist. Durch Österreich ging's auch recht zügig, weil alles schön beschildert ist. Das einzigste worauf man auf passen muss, ist, dass man nicht in eine Kuh- oder Schafherde rast. Ohne Witz, die stehen plötzlich vor einem und kucken dich dumm an. :D
Was mich noch gewunder hat, ist, dass in ganz Österreich der Ötzi "gehyped" wird ohne Ende, als wärs der Elvis der Steinzeitleute.
"Ötzis-Workshop", "Ötzis Wanderweg", "Ötzi Museum". Was kommt noch? Ötzis Toilette? :kratz:
Bereits am ersten Tag haben wir es geschafft den Timmi zu erreichen (und natürlich zu überqueren). Auf der gesamten Tour war dort die einzigste Stelle, an welcher ich "Maut" bezahlen musste.
Hier mal ein sexy Foto von mir am Timmi:
Bild
http://up.picr.de/30136991he.jpg

Und natürlich auch noch von meiner CB:
Bild
http://up.picr.de/30137007tb.jpg


Nach dem Timmi wurde es chaotisch. Ab da hat diese mega super geile italienische Beschilderung angefangen. Gegen 19:30 des ersten Tages waren wir in Meran und haben langsam panisch nach einem freien Campingplatz gesucht.
Leider kein Erfolg, überall nur diese Wohnmobilcamper, die ihr ganzes Haus als Vorzelt dabei haben. Dazu kam dann noch, dass wir uns in Meran total verfahren haben. Wir standen mitten in der Innenstadt, es gab nur unverständliche Schilder und die Leute verstehen deine Sprache nicht. Dank Handynavi (ja, diese Smartphones sind echt praktisch) haben wir dann wieder herausgefunden, sonst wären wir heute noch da.
Auf der Fahrt nach Bozen haben wir dann sämtliche Campingplätze am Straßenrand abgeklappert. Alle besetzt. :(
Gut, also einfach weiter fahren, was will man auch groß machen in solch einem Moment...
In Bozen dann genau das gleiche wie in Meran, auf einmal waren wir Mitten in der Innenstadt, aus welcher uns das Handynavi wieder herausgeführt hat.
Endlich, die Rettung: Ein Campingplatz in Leifers hatte noch einen freien Platz. Also sind wir durch die mittlerweile stockfinstere Gegend dorthin geirrt. Ab 23:30 Stand dann auch das Zelt.
Leider hatten wir einen schlechten Platz erwischt. Warum?
-Neben uns betrunkene und gröhlende Niederländer
-Neben dem Campingplatz eine vielbefahrene Straße (italienische Motorradfahrer mögen Sportauspüffe...)
Am nächsten Morgen gings dann ziemlich müde weiter in Richtung Trient. Die Fahrt nach Trient hat sogar ziemlich gut geklappt. In Trient dann das gleiche Problem wie in Meran und Bozen. Auf einmal mitten im Wohngebiet.
=> Das Handynavi war wiedermal die Rettung
Hinter Trient gings nur noch über Käffer, da dort am wenigsten Verkehr war.
Tipp: Falls ihr das auch mal macht, nutzt jede Tankstelle. Es macht keinen Spaß auf Reserve durch unbekanntes Gebiet zu irren und Tankstellen zu suchen. :roll:
Gleich danach war auch irgendwann hinter einem Berg der Gardaseee im Blick. Ab da gings Bergab nur noch stockend voran, da die ganzen anderen Touris es mit mit ihren Wohnmobilen nicht fertig bekommen, einen Kreisel zu fahren. Immerhin hat uns der Stau eine hammergeile Aussicht auf den See ermöglicht.

In Lazise angekommen war ein freier Campingplatz schnell gefunden. 20 Meter entfernt vom Strand, ruhige Nachbarn, alles super.

Der Heimweg war (zum Glück) nur halb so chaotisch wie die Anreise (außer höllisch viel Stau).
In einem Vorort von Meran habe ich meinen Mitfahrer leider im Sturm verloren und nicht wieder gefunden. Es hatte zwar "Weltuntergangswetter", aber es war gerade mal 17:00, das kann ja nicht sein, ich muss noch weiter.
Also bin ich dann noch
-im strömenden Regen
-bei starkem Wind
-bei etwa 4°C
über den Timmelsjoch gefahren. Der Typ oben an der Schranke meinte ich bin bescheuert. :D
Hin und wieder hab ich gemerkt, dass ich meine Hände kaum noch bewegen kann. Deshalb bin ich öfters rechts ran, und hab meine Hände am Zylinder gewärmt (ein mal waren meine Fingerspitzen sogar bläulich).
Großes Lob an meine CB500! Selbst bei diesen extrembedingungen lief sie ohne einen Muks zu machen. 8)
In Zwieselstein habe ich dann in einem Hotel geschlafen. Die Österreicher reden übrigends noch lustiger als die Leute aus Füssen.
Am nächsten Morgen (heute früh) habe ich meinen Mitfahrer dann wieder gefunden. Ab da ging es ganz unbeschwerlich wieder in Richtung Heimat.

Ihr hattet defintiv Recht. Die CB500 ist das zuverlässigste und beste Moped überhaupt. Mein Mitfahrer hat mir noch erzählt, dass seine Yamaha XJ900 bei Meran im Regen dann aus und nicht mehr an ging. Meine CB500 dagegen lief selbst bei der überquerung vom Timmelsjoch im Regen einwandfrei.
Ich würde es auf jeden Fall noch mal machen, nächstes Jahr vielleicht sogar mit meiner Freundin! :up:

Posting automatisch zusammengeführt: 20.08.2017, 22:37

PS: Kann mir einer sagen, warum die Bilder nicht angezeigt werden, sondern nur "Bild" dort steht?

Posting automatisch zusammengeführt: 20.08.2017, 22:47

PS: Es wird auch noch ein Video zu der Tour kommen. Ich habe insgesamt 64gb an Filmmaterial mit meiner GoPro aufgenommen. :D
Zuletzt geändert von Gaghunf am 20.08.2017, 22:47, insgesamt 12-mal geändert.
Gaghunf
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon ijontichy » 20.08.2017, 23:48

Naja, dass die Scheibe nichts geholfen hat ist klar. Denn sie lenkten Wind nur nach oben. Auf den Kopf. In meinem Fall genau auf den Hals. Eher unangenehm. Was gegen deine Nackenschmerzen hilft ist einfach Training. Mal einen Physiotherapeuten konsultieren, der kann Übungen geben. Dann hast du nie wieder Probleme damit.
Die CB als Solo leer zufahren halte ich schon für eine Leistung. Immerhin haste ja immer 250km. Aber sowas passiert auch nur einmal. Jetzt weisst du zumindest, dass du bessere Handschuhe brauchst :D
Grundsätzlich würde ich die CB nicht als das beste Moped bezeichnen. Ist nur der Pflegezustand. Wer die CB verkommen lässt bleibt auch damit stehen, genauso wie vielleicht mit einer XJ oder ner BMW oder Ducati.
Und Ersatzteile mitzunehmen hat keinen Sinn. Denn das passende ist eh nie dabei.
ijontichy
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Presi » 21.08.2017, 07:53

@Achim: Danke für den tollen Reisebericht. Ganz toll geschrieben, man merkt dein Alter, deine Unbefangenheit.
Da habt ihr eine wirklich erlebnisreiche Reise gehabt und es war sicher spannender, als wenn alles immer glatt gelaufen wäre.

Mit der Scheibe sehe ich das auch so, dass sie bei dir am Kopf Verwirbelungen verursacht. Dann besser keine Scheibe und/oder auf der Autobahn langsamer fahren. Oder eben Nackentraining. Heizgriffe oder nen zweites Paar Handschuhe wären in den Alpen zu empfehlen, gerade wenn man einen der höchsten Pässe dort befährt. Aber vefrorene Hände hatten wir wohl alle schon. Lässt sich selten ganz vermeiden.
Gerne wieder so einen schönen Reisebericht einstellen! Und ja, die Leute sprechen dort ganz komisch. Fiel mir auch immer schon auf. :mrgreen:
Presi
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Andreas. » 21.08.2017, 12:27

Schön dass alles soweit geklappt hat.
(ist halt nie alles vorhersehbar bei einer Reise und immer ein bissl Flexibilität gefordert).

Was mich ein bissl wundert, wieso versteht euch in Meran keiner???
In Bozen ists eher so, obwohl auch da kommt man mit Deutsch problemlos durch.
Und ja ihr seid halt durchs Ötztal gefahren, da musst schon verstehen, dass der Ötzi touristisch ausgeschlachtet wird (ist nicht in ganz Ö so).
Das mit dem Tanken versteh ich auch nicht ganz , ich hab auch mit der Cagiva in Italien keine Probleme gehabt und die halt weniger Reichweite.
Und mit den Campingplätzen mach ich mir keinen Stress,
irgendein Platzl, dass keinem auffällt gibt’s bals einmal
Andreas.
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon sommerkonstanz » 21.08.2017, 13:50

Zu lustige Sprache:
Das nennt man Bayerisch und Südtiroler Dialekte bzw.österreichisch... :shock: zip
Ich wohne am Bodensee da ist norddeutsch bzw.Ostdeutscher Dialekt auch komisch...aber ales deutsch..
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Stjopa » 21.08.2017, 14:02

So ist es.
Als ich in der Gegend war, haben die Einheimischen überhaupt nicht lustig oder komisch gesprochen.
Ihren Aussagen nach habe ICH das. ;)
Stjopa
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Re: CB500 und Langstrecke

Beitragvon Gaghunf » 21.08.2017, 14:58

Presi » 21.08.2017, 07:53 hat geschrieben:@Achim: Danke für den tollen Reisebericht. Ganz toll geschrieben, man merkt dein Alter, deine Unbefangenheit.

Danke :)

Andreas. » 21.08.2017, 12:27 hat geschrieben:Was mich ein bissl wundert, wieso versteht euch in Meran keiner???

Die 2, 3 Leute die wir in der Innenstadt am Straßenrand angequatscht haben, haben sich von uns teilweise gar nicht ansprechen lassen. Als hätten wir eine Fernsehkamera dabei und würden sie live übertragen. :mrgreen:

Andreas. » 21.08.2017, 12:27 hat geschrieben:Das mit dem Tanken versteh ich auch nicht ganz , ich hab auch mit der Cagiva in Italien keine Probleme gehabt und die halt weniger Reichweite.

Naja, auf den Käffern bei Trient ist nicht viel mit tanken. Wenn man da nicht Ortskundig ist und schon länger seit der letzten Tankstelle unterwegs ist, geht das ruck zuck.

Andreas. » 21.08.2017, 12:27 hat geschrieben:Und mit den Campingplätzen mach ich mir keinen Stress,
irgendein Platzl, dass keinem auffällt gibt’s bals einmal

Wildcampen wollten wir keinesfalls, das soll ja sehr teuer enden wenn man erwischt wird. :|


sommerkonstanz » 21.08.2017, 13:50 hat geschrieben:Zu lustige Sprache:
Das nennt man Bayerisch und Südtiroler Dialekte bzw.österreichisch... :shock: zip
Ich wohne am Bodensee da ist norddeutsch bzw.Ostdeutscher Dialekt auch komisch...aber ales deutsch..

Schon klar, ich find den Dialekt aber trotzdem lustig. :D
Unter anderem weil die ihre Mopeds "Töff" nennen. :D
"Na, bist mitm Töff da?"
"Willst du dein Töff in der Scheune unterstellen?"
Zuletzt geändert von Gaghunf am 21.08.2017, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
Gaghunf
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