Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Allgemeine technische Probleme mit der CB, die in keine der anderen Kategorien passen.

Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Hondareiter » 19.02.2018, 20:30

Klasse Michael
Es läuft auch bei Dir :up: :up: :up:
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Flyingbrick » 19.02.2018, 21:14

Wow, Respekt!

Wenn das Kühlmittel eh neu soll, nimm die Schläuche am Kühler und am Plastik-Ypsilon ab. Dann hast Du mehr Platz.
Bügelmessschraube musst Du nur haben, wenn die Werte auf den Shims nicht mehr lesbar sind. Ansonsten steht das in ausreichender Genauigkeit drauf.
Über die Angabe "gegen Uhrzeigersinn" habe ich mich auch gewundert, es geht aber auch im Uhrzeigersinn. Konkret müssen die Nocken eben vom Stößel weg zeigen, das heißt beim zweiten Zylinder, jeweils etwas oberhalb der Dichtfläche zu sehen sein. Die Markierung auf dem Kettenrad ist dann senkrecht.

Sehr wichtig ist, die Nockenwellen nur bei Markierung "0" aus- und einzubauen, damit die Lager nicht belastet werden. Dabei sind alle Ventile geschlossen.
Den Kettenspanner ziehst Du auf wie eine Spieluhr und ziehst damit den Bolzen gegen den Federdruck von der Spannschiene weg. Die Stufe im Schlüssel "rastet" dann im sichtbaren Kreuz des Spanners ein und verhindert dadurch Zurückschnappen.

Beim Reifenwechsel richtet man nur Schäden an, das lass besser. Für die gesparten 15 Euro pro Rad würgst Du an Reifen und Rad mehr rum, als beiden gut tut. Du lebst in einer Großstadt, nicht in der Wüste...
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 21.02.2018, 08:23

Danke!
Das mit dem Kühler werde ich so machen. Die Bügelmessschraube hab ich besorgt, denn wenn es nicht lesbar ist, hab ich wieder eine Woche verloren. Die ist tatsächlich nur auf 1/100 mm genau, obwohl Mikrometerschraube draufsteht. Etikettenschwindel! ;)
Kettenspanner hab ich jetzt auch endlich verstanden, mal sehen, was ich mir da bastel.

Ich weiß nicht, ob ich die Reifen nochmal selber mache. Jetzt hab ich es mal gemacht und weiß, dass ich es zur Not könnte. Und ich hab viel dabei gelernt. Auch über mich selber. :blink2:

Eine Sache hatte mir tatsächlich Schwierigkeiten bereitet, vielleicht habt ihr da noch einen Tip. Als das Hinterrad gelöst war, habe ich es nicht vom Moped wegbekommen, da es nicht am H&B Kofferträger vorbeiwollte. Ich hab dann das untere Spritzschutzsegment abgebaut, aber es hat immer noch nicht gepasst. Als ich dann idiotischerweise das Moped hinten nur gaaanz kurz anheben wollte, ist es mir fast trotz allen Ständern und Hebern umgefallen. Wie macht ihr das?
mischinka
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Hondareiter » 21.02.2018, 09:04

Im Bucheli Seite 16
Kettenspanner Stoppers Werkzeug Materialstärke 1mm zum selber bauen.
Habe meinen aus einem Stück Edelstahl Lineal angefertigt.
Du brauchst eine scharfe Metallsäge und feine Pfeile plus eine halbe Stunde.
Dateianhänge
20180221_084815.jpg
20180221_085707.jpg
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon RPM5000 » 21.02.2018, 09:37

Reifenwechsel ist kein Hexenwerk.
Vorausgesetzt du hast ein Reifenmontiergerät und nicht nur Montagehebel.
Mit welchem Werkzeug hast du montiert?
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 21.02.2018, 09:58

@Christian, danke für den Hinweis. Vielleicht sollte ich mir das Bucheli doch noch besorgen, scheint doch noch was anderes drinzustehen als im Heynes. Und die Bildqualität ist vermutlich besser. Vielleicht hat wer noch eins übrig?

Bei Hein Gericke im Räumungsverkauf habe ich sehr günstig normale Montagehebel, Felgenschützer, schicke Ventile und eine statische Auswuchtmaschine bekommen. Dazu habe ich mir einen Ventilausschrauber, Bleigewichte und einen speziellen Motorradmontagehebel (in dieser Art: http://www.ebay.de/itm/like/19232627492 ... rmvSB=true) im Fachhandel bestellt.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Hondareiter » 21.02.2018, 10:09

Michael klick 2 mal auf das Bild,dann ist es sehr gross und gut zu sehen.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 21.02.2018, 10:41

Michael klick 2 mal auf das Bild,dann ist es sehr gross und gut zu sehen.


Verzeih, Christian, ich meinte die Bildqualität im Heynes Buch ist eher schlecht im Vergleich (vermute ich) zum Bucheli Buch, also eher generell, nicht in Bezug auf Deine Screenshots. Bei Heynes brauche ich manchmal schon ganz schön viel Phantasie um da was zu erkennen.
Zuletzt geändert von mischinka am 21.02.2018, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 26.02.2018, 09:17

Am letzten Wochenende ging es mit frischem Mut weiter.
Der Hinweis mit dem Kühlmittelablassen war sehr gut, so kommt man gut an den Motor. Auch die Verkleidung habe ich abmontiert. Den Luftfilterkasten habe ich auch rausgenommen, da ich es vor Ort nicht geschafft habe, ein Kettenspannerwerkzeug zu basten. Ich habe dann einen Spannungsprüferschraubendreher genommen und ihn mit einem langen Sägeblatt (welches das Werkzeug werden sollte aber zu hart zum Bearbeiten war) an der Klammer gegen zurückdrehen gesichert.
Ich hab dann gaaanz vorsichtig, mit Schweiß auf der Stirn, die Lagerböcke abgenommen und die Nockenwellen. Meine Eddingmarkierung an Steuerkette/Zahnrad war zeitnah wieder weg (oh Schreck!), ich hab jetzt Kabelbinder genommen an der vermuteten Stelle und hoffe, dass sich nichts verschoben hat. Die Shims waren übrigens alle gut zu lesen und hatten noch die alte abgerundete Beschriftung (z.b. 2,025 mm ist 202). Zwei Ventilspiele waren ja in Ordnung, drei Shims konnte ich an anderer Stelle wiederverwenden, und drei muss ich jetzt besorgen (193, 198, 205). Bei ebay fand ich nur Anbieter mit Shims in 0,05er Schritten, deswegen werde ich heute zu Honda bzw. Suzuki und versuchen sie da zu kaufen.
Habe noch den Hinterreifen gewechselt und gewuchtet, eine neue Philips Xtreme Lampe und einen neuen Luftfiltereinsatz eingebaut. Der H&B Träger ist auch runter und die Heckverkleidung, da ich sonst das Rad nicht wieder reinbekomme. Die Maschine steht jetzt ziemlich nackt da. Sieht aber auch gut aus. ^^

Fragen:
-Unten an der LuFibox (linksseitig) war bei mir der Schlauch rausgerutscht und angekokelt. Wofür ist das gut? Ist das nur ein Ab/Überlauf? Ein anderer Schlauch, der hinter der Box nach oben läuft, war sogar durchgeschmort. Das Loch habe ich mit Gewebeband geflickt. Ich verstehe nur nicht, warum die Box heiß werden sollte.
-Als ich das Kühlmittel aus dem Ausgleichsbehälter gelassen habe, ist irgendwo so eine S-Kabel/Schlauchklemme abgefallen. Weiß jemand, wofür die sein könnte?

Nächstes Wochenende werden die Shims installiert und die neuen/alten Gabelholme überholt und eingebaut. Dann muss „nur“ noch der Vergaser wieder rein. Ich hoffe, dass ich die ganze Kabellage wieder zusammen- und vernünftig verlegt bekomme, das ist das Einzige (neben der potentiell verstellten Steuerkette) was mir etwas Sorgen macht.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Flyingbrick » 26.02.2018, 09:40

Der Schlauch ist für austretendes Öl, das über die Motorentlüftung in das Luftfiltergehäuse kommt. Deswegen ist das untere Schlauchende, das am Auspufftopf eingehängt ist, mit einem Stopfen verschlossen.
Für die Zuordnung des Teils brauche ich ein Bild.

Den Edding klannst Du weglassen, alle Markierungen, die Du brauchst, sind angebracht und dazwischen gibt es nix zu markieren ;)
Shims hätte ich Dir auch schicken können.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 26.02.2018, 10:03

Für’s Verständnis…Die Nockenwellen baue ich wieder so ein wie sie waren, also in der Nullstellung. Die Kette kann ja von der Kurbelwelle abgegangen sein da sie entspannt ist, aber solange ich die Kurbelwelle nicht drehe (bzw. auf „0“ stelle) sollte sich nichts verstellen. So richtig?

Ein Foto von dem S-Halter reiche ich nach.

@Michael, Du kannst mir die Shims gerne zusenden, aber nur wenn es keine Umstände macht!

Übrigens fällt mir gerade ein, dass das abgelassene Kühlmittel eine blaue Farbe hatte. Nur um nochmal sicher zu gehen, das G12+ ist damit kompatibel?
mischinka
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Flyingbrick » 26.02.2018, 11:42

Zum Einbau: Es sollte sich nichts an der Kurbelwelle getan haben, aber das kontrollierst Du ja unten am "Guckloch".
Denk daran, dass der ausgebaute Kettenspanner normalerweise das aufsteigende Kettentrumm spannen würde. Die Markierungen "=" auf den Kettenrädern sollen bei gespannter Kette genau mit den Dichtflächen fluchten, wobei die Einlassmarkierung nach hinten und die Auslassmarkierung nach vorn zeigt.
Ungespannt kann die Markierung minimal weiter nach oben (Einlass) und unten (Auslass) zeigen. Beim Einbau des Spanners passt es dann.
Nockenwellenböcke von Hand so aufsetzen, dass sie spaltfrei sitzen, nicht mit den Schrauben herunterdrücken. Schrauben schrittweise über Kreuz mit 12 (nicht 10, wie im Bucheli!) Nm anziehen.

G12+ ist mit allem kompatibel. Blau ist silikathaltiges G11.

Posting automatisch zusammengeführt: Mo 26.Feb, 2018

Die Shims sind unterwegs und sollten morgen da sein.
Zuletzt geändert von Flyingbrick am 26.02.2018, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 05.03.2018, 13:36

@Michael, die Shims sind angekommen. Hat etwas länger gedauert, es gab wohl einen Zahlendreher bei der PLZ, aber die Post hat es trotzdem hinbekommen.

Die Shims sind drin, hab dann alles nochmal nachgemessen und vorsichtig eingebaut; die Steuerkettenposition war wie besprochen kein Problem. Noch neue Zündkerzen rein, damit ist der Motor wieder zu und ich bin etwas beruhigter.
Danach ging ich zum Gabelservice über. Die alten Holme runter, und für die gebrauchten, rostfreien ein Service. Ersatzteile entsprechend Wiki besorgt und los ging es. Das Öl hat wirklich nicht mehr gut gerochen. Hab alles ordentlich mit Bremsenreiniger belegt. Einen neuen Simmerring hab ich mir beim Einbau (beim auf’s Rohr schieben) direkt kaputtgemacht, aber ich hatte zum Glück zwei Sets geholt. Hat alles geklappt, Faltenbalge hab ich gleich mit angebaut.
Als nächstes habe ich versucht, die Räder wieder einzubauen, was ein ziemliches Gewürge war.

Das Kettenspannen und Radausrichten muss ich noch üben, obwohl ich vom „Chain Monkey“ und „CAT laser“ Hilfe hatte. Die Hinterachse habe ich auch von rechts eingeschoben, was wohl falsch ist.
Auch habe ich die Vorderradbremse nach der Montage wohl zu sehr aufgepumpt, so dass die Bremse jetzt schleift. Ich werde das nächste Mal nochmal alle Schraubverbindungen lockern. Dann einfedern zum entspannen und dann mit Drehmoment die Achse festziehen. Vorher den Bremsflüssigkeitsbehälter zum Druckausgleich zu öffnen um die Bremszylinder auseinanderzudrücken.

Wenn alles klappt, werde ich mich nächste Woche an den Vergasereinbau wagen. :?

Fragen, wie immer:
-Es war eine Riesenwürgerei, das Schutz“blech“ vorne mit dem Bremsschlauchhalter zu montieren. Habe ich hier was falsch gemacht? Es sah nicht so aus, als ob da eine Aussparung für das Plättchen war.
-Ich habe Schwierigkeiten, mit meinem günstigen Drehmomentschlüssel zurechtzukommen. Auf der Skala sind keine glatten Werte, die mit der Rändelmutter nicht korrespondieren. Siehe Bild. Könnt ihr mir helfen, dass zu verstehen?
Bild

Welchen Wert habe ich also hier eingestellt?
Bild
p.s.: Habe mir jetzt neben meinem kleinen ¼“ einen 3/8“ Drehmomentschlüssel von Proxxon bestellt, der passt auch besser zu den benötigten für die CB.

Für die Zuordnung des Teils brauche ich ein Bild.

Bild
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Flyingbrick » 05.03.2018, 17:59

Puh, Micha, Du hältst mich auf Trab :)
Dein Drehmo steht auf 56 Nm, aber der ist eher was für Werte um 100 Nm. Auch, weil die Toleranzen der Billigschlüssel da nichts anrichten.
Die Achse muss von links rein, die Mutter sitzt dann rechts.
Für den Halter des Bremsschlauchs gibt es keine Aussparung. Du musst die daneben liegende Schraube zum Schluss eindrehen, dann kannst Du das Schutzblech nach innen drücken und spannungs- und kratzerfrei den Halter einschieben.
Den Kleiderhaken kenne ich nicht ;)
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 06.03.2018, 11:11

Puh, Micha, Du hältst mich auf Trab

Ich will nur nicht, dass uns langweilig wird ;)
Aber im Ernst, vielen Dank für Deine (und eure) fortwährende Hilfe.
Im Nächsten Anlauf am WE werde ich das so umsetzen. Dann sind auch nicht mehr -5°C in der Garage. Mal sehen, wo ich den Kleiderhaken hinhänge.
Aber Warum der Schlüssel jetzt auf 56Nm eingestellt ist begreife ich nicht. Ich bin ja nicht auf Strich 56 mit der Rändelmutter. Wenn ich die Rändelmutter jetzt von 0 auf die 2 drehe, bin ich dann auf 56Nm + 2Nm? So geht es zumindest nicht auf mit der restlichen Skala.
Wie gesagt, der MC100 ist unterwegs, so dass ich den Großen theoretisch nur noch für die 105 Nm der Steuerkopfmutter brauche. Gerne hätte ich es nur verstanden, und wundere mich, dass ich der Einzige zu sein scheine, der das Ding nicht begreift.
Ist aber auch blöd zu erklären.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Flyingbrick » 06.03.2018, 12:36

Steht so drauf, Micha. Die 56 hat einen Strich, der ein Stück nach unten führt. Nur so bleibt ja die 56 lesbar und wird nicht vom Griff verdeckt. Die Null zeigt an, dass Du genau auf 56 bist. Wäre die 2 vorn, wären es 56+2=58 Nm.

Aber der Schlüssel ist eh Mist, das wirst Du sehen, wenn Du den Proxxon in der Hand hältst. Der ist auch viel besser ablesbar.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Hondareiter » 06.03.2018, 14:44

Michael den grossen Drehmomentschlüssel kannst Du auch für Rad+Schwingenachse
Kettenradträger Lenkkopf eventuell vorsichtig bei den Bremsscheibenschrauben benutzen.
Bei kleinen Schrauben besonders am Zylinderkopf ,Lenker usw. auf jeden Fall nur einen
kleinen der bis maximal 60Nm geht nehmen.Ich habe gesehen wie ein Kumpel von mir mit
25 Nm eine Nockenwellenschraube abgerissen hat und mit Glück ging diese wieder raus.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 12.03.2018, 18:33

Uund da bin ich wieder, zurück von einer weiteren Bastelorgie.
Ich habe die Kette nochmal gespannt und ausgerichtet. Diesmal habe ich den Trick benutzt, etwas ins Kettenrad zu spannen, damit sich für das Achsmutteranziehen die Kettenspannung nicht mehr verstellt. Hat gut geklappt, Kettenspannung stimmt und ausgerichtet ist das Hinterrad auch. Am Vorderrad habe ich nochmal alle Schrauben entspannt und die Bremse ausgerichtet, mit offenem Reservoir, auch das Schutzblech, es geht jetzt besser, aber die Schreibe hat einen leichten Schlag (schleift an einem Punkt stärker). Ansonsten sind die Bremsscheiben noch weit über den Verschleißgrenzen. Dann habe ich den Vergaser eingebaut, vorher alle Stutzen mit Silikonspray bearbeitet. Das ging relativ einfach, die Airbox hatte ich ja eh draußen, da konnte ich vorher etwas Trockenüben. Ich habe dann alle Kühlerschläuche wieder angebracht, die ich für die Arbeit am Motor abgenommen hatte. Auch die ganzen Kabel, die ich damals nur abgerupft habe vom Vergaser sind jetzt wieder dran. Ich war selber erstaunt über mich. Die Züge habe ich wieder eingehangen und eingestellt, ging auch viel einfacher als gedacht.
Als alles drin und fertig war, habe ich festgestellt, dass ich den Benzinschlauch vergessen hatte :wallb:
Also nochmal ein paar Schritte zurück. Hatte den von Michael empfohlenen 7,5mm Schlauch besorgt, der aber auch im ausgebauten Zustand des Vergasers nur mit Überzeugungsarbeit einer Heißluftpistole auf den Nöppel wollte.
Als dann alles wieder drin war, habe ich mit Druckluft die das Kühlsystem ausgeblasen und wieder befüllt. Ich habe einfach alles was reinging oben reingegossen und den Rest in den Ausgleichsbehälter.
Den anderen Ausgleichsbehälter habe ich für die Vergasersynchronisation gereinigt, die das nächste Mal dann stattfindet. Hatte meine Batterie in Berlin am Ladegerät vergessen bzw. nicht mitgenommen, da ich nicht dachte, dass ich so weit kommen würde.
Darüber hinaus habe ich das Heck mit H&B Träger und Verkleidung wieder zusammengebaut und den Seitenständer gewartet. Der wollte sich vorher nur mit Gewalt bewegen lassen.

Diese Woche nur eine Frage: Wie schlimm ist der Schlag in der Bremsscheibe? Hab ich da was im Heynes gesehen, mit 0,2mm Ausschlag oder sowas? Ist das reparabel oder soll dann eine neue Scheibe her?
Edit, hat sich erledigt, habe jetzt über TW eine Alienwave Scheibe bestellt. An der Bremse wollte ich jetzt nicht anfangen zu knausern...
Zuletzt geändert von mischinka am 12.03.2018, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon mischinka » 15.03.2018, 10:26

Gestern war ich im Garten und habe das Moped fertig gemacht. Also, Verkleidung und Blinker ran, Batterie rein, Tank rauf. Elektrikfunktionstest bestanden, nur aus der Hupe war eine Steckverbindung gerutscht. Nach 30 Sekunden Startversuch sprang sie tatsächlich an! Sie drehte ca. 2500 pro min, so bin ich dann ca. 10 min gefahren und hab sie dann im Stand laufen lassen, da ich die Synchronisation der Vergaser gleich machen wollte.
Öllampe ging aus, Gabelholme bleiben trocken. Das Standgas habe ich auf ca. 1500 U/min runtergedreht. Dann hatte sich aber eine Pfütze mit Kühlwasser unterm Motorrad gebildet, und dann ging es aus. Und der Ausgleichsbehälter blubberte mich an. Ich hab dann Schluss gemacht, wurde eh schon dunkel. Ich hab gestern wegen Vergasern noch mit Michael gesprochen, der mir versicherte, dass es an einem nicht genügend dichtenden Einfülldeckel fürs Kühlsystem liegt. Wird ausgebessert, sollte dann passen.
Dann nur noch die Vergaser synchronisieren und elektrischen Kontaktewarten und die Bremsen (Neue Scheibe vorne und Beläge) machen.

Prinzipiell hat sich die Fragestellung des Threads damit erfüllt. Als ich mit der Geschichte anfing, hatte ich von kaum was eine Ahnung. Jetzt habe ich zumindest schon einige Prinzipien begriffen und hab keine Angst mehr, die Sachen anzugehen.

Bedanken möchte ich mich für die fortlaufende und freundliche Hilfe von euch hier. Ohne euch und eure Unterstützung hätte ich die Mühle schon in der Havel versenkt.



Jetzt möchte ich noch die Fragen, die ich im ersten Post gestellt habe, selbst beantworten, einfach der Vollständigkeit halber (ich kann den Post nicht mehr ändern).

Liste Vergaserausbau aus dem Wiki:

5. Entlüftungsschlauch Ventildeckel-Luftfilterkasten ausbauen
Lufi (2+12+16) Benennung kann ich im Ersatzteilkatalog nicht finden, oder ist hier Lufi (23) gemeint? Wenn ja, wofür ist Lufi (2+12+16) gut?

Es ist tatsächlich Lufi (23) gemeint. Den Schlauch Lufi (2+12+16) scheint es nicht (mehr) zu geben.

7. Die Vergaser haben Heizelemente unten an den Schwimmerkammern. Diese kleinen Alu-Heizelemente sind passiv und werden nur vom Kühlwasser durchflossen. Die Kühlwasserschläuche abnehmen.
Gaser (26+27), Kühlwasser kam mir hier nicht entgegen, wo kommen die her bzw. gehen die hin oder wo endet er?

Die sind Teil des Kühlkreislaufs. 26 kommt aus Richtung Motor, 27 kommt aus dem Vergaser links und führt nach unten Richtung Ritzel.

8. Überlaufschlauch oben zwischen beiden Vergaserdeckeln abziehen
Gaser (24) Wo führt er hin bzw. wo endet er?

Endet unten am Auspuff

9. Ablaufschläuche unter den Schwimmerkammern abziehen.
Gaser (37) Wo führt er hin bzw. wo endet er?

Endet unten am Auspuff

Zusätzliche Fragen:

A. Lufi (4) Wo führt dieser Ablassschlauch hin bzw. wo endet er? Wofür ist der da?
Motorentlüftung führt ggf. Öl mit, endet unten am Auspuff, mit Stopfen versehen

B. Gaser (29) Schlauchklammer D9.4, kann ich hier auch einfach eine D10 nehmen?
Bestimmt, ist aber nicht nötig wenn man nix verliert.

C. Der Schlauch Lufi (23) ist bei mir luftfilterseitig bis zur Klemme eingerissen. Sollte ich den Schlauch ersetzen?
Mit Gewebeband flicken, reißt oft ein, deshalb sind Ersatzteile auch selten.

D. Tank (34+35+36), was ist die Funktion dieser Schläuche und wo führen sie hin?
Tankentlüftung und Überlauf für Tankring. Enden unten am Auspuff

E. Wenn ihr die Schläuche erneuert, kauft ihr wie beim Unterdruck- und Benzinschlauch keine originale, oder ist das hier nötig?
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Schläuche prinzipiell eher stabil und langlebig sind.

F. Einer der Vergaserschläuche, entweder Gaser (27) oder (37) läuft nach unten und verschwindet beim Getriebegehäuse (da bei der unteren Schraube des Luftfiltereinsatzes). Mir ist die Schelle/Klemme des Schlauches am Schlauch entlang dort runtergerutscht. Kann ich das hochziehen/abschrauben oder soll ich einfach eine neue Schelle anbauen?
Die Ritzelabdeckung (nicht das Getriebegehäuse) ist einfach abgebaut und dann findet man die Klammer wieder.

G. Ich habe aus Versehen auf der rechten Seite einen großen Kühlmittelschlauch abgeschraubt. Bis ich reagieren konnte sind ca. zwei Schnappsgläser voll entwichen. Kann ich das vernachlässigen oder sollte ich das Kühlmittel erneuern (hat der Vorbesitzer wohl letzten Winter erst gewechselt).
Das System fasst insgesamt 2l, man sollte dann den Füllstand kontrollieren und ggf. Flüssigkeit nachgießen (kein Brunnenwasser).

Nochmals vielen Dank an alle hier!
mischinka
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Re: Detailfragen zum Vergaseraus- und einbau

Beitragvon Hondaslider » 15.03.2018, 12:18

mischinka hat geschrieben:Als ich mit der Geschichte anfing, hatte ich von kaum was eine Ahnung.

Den Eindruck hatte ich auch.
Mittlerweile muss ich Dir aber meinen fetten Respekt aussprechen. :respekt: Du hast sachliche Fragen gestellt und die Ratschläge sauber umgesetzt.
Auch die sache mit dem gebrauchten Vergaser finde ich klasse. :up:
Ich denke wir werden noch einiges von dir hören. Spätesdens wenn es ans Umbauen geht :D

Gruß
michael
Hondaslider
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